Autor Thema: Erfahrungen mit der Pilgerbar "Mesa de Pedra" in Pontecesures  (Gelesen 3711 mal)

Raimund Joos

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Re: Erfahrungen mit der Pilgerbar "Mesa de Pedra" in Pontecesures
« Antwort #15 am: August 16, 2014, 23:09:11 Nachmittag »
Außerdem erzählte er mir von dem "deutschen gelben Pilgerführer" und dass er den Autoren gerne einlädt, sich das Ding mal persönlich anzuschauen. ;)

Hallo Jenni

Danke für die Rückmeldung

Solche netten Einladungen und den Eindruck den ich dann gewinne, wenn ich dann vor Ort (auf nicht selten nervige Weise) umworben werde oder eine wie auch immer geartete Veranstaltung erleben darf, sind das Eine (wobei ich schon massenhaft Fotos von dem zugeschickt bekommen habe und den Betreiber auch schon zu Genüge am Telefon erleben durfte).

Das Andere sind die Eindrücke, welche die Pilger sammeln, wenn die dort den "Normalbetrieb" erleben können.

Die Bewertung und Beschreibung von Gastwirtschaften sind nicht mein "Kerngeschäft" und wenn ich den - egal wie - in meinen Medien beschreibe ist das schon eine Werbung, die ich dem micht unbedingt (weiter) zugestehen möchte.... mal schauen. Ich beobachte den mit Interessse und studiere weiter aufmerksam die Rückmeldungen, die ich bekomme. Und wenn sich mal die Gelegenheit bietet schau ich auch mal vorbei. Das hat aber sicher keine Priorität.

BC

Raimund
« Letzte Änderung: August 16, 2014, 23:12:02 Nachmittag von Raimund Joos »

Via2010

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Re: Erfahrungen mit der Pilgerbar "Mesa de Pedra" in Pontecesures
« Antwort #16 am: August 31, 2017, 09:50:33 Vormittag »
Hallo,

ich bin dort auf meinem diesjährigen Caminho Portugues am 13.08.2017 (Sonntag) mit einer Gruppe befreundeter Pilger auf eine Kaffee eingekehrt.

Da wir an diesem Tag bis nach Teo laufen wollten, es aber laut Vorhersage sehr heiß (bis 40 Grad) werden sollte, sind wir bereits morgens um 5.00 Uhr in Caldas de Reis gestartet mit dem Ergebnis, dass wegen der allgegenwärtigen Dorffeste morgens noch keine Bar für einen Kaffee geöffnet hatte. Als wir in Pontecesures an diesem Lokal vorbeikamen, war auch noch alles dunkel, aber wir vernahmen Geräusche aus dem Inneren, was eine portugiesische Mitpilgerin veranlasste, dort anzuklopfen. Der Wirt erklärte sich bereit, für uns zu öffnen und bereite uns mit Kaffeemühle und einem altertümlich aussehenden Perkolator einen Kaffee (1,50 €) zu.

Das Innere des Lokals ist ein ziemliches Durcheinander und erinnert etwas an Tómas in Manjarín. Mit der Hygiene sollte man nicht allzu pingelig sein. Das Kaffeewasser hatte gekocht, so dass der Kaffee sicher unbedenklich war.

Zunächst hielt der Wirt sich im Hintergrund, aber irgendwann kamen wir dann doch ins Gespräch und er wies uns auf eine Wegalternative hin, die von Pontecesures unter Umgehung des Stadtzentrums von Padrón direkt nach Iría Flavia führt und ca. 2 km abkürzt. Er hatte hierzu auf einer Tafel sowohl eine große Landkarte (Maßstab 1:25.000 oder sogar noch größer) aufgezogen und obendrein Fotos von markanten Wegstellen angebracht. Da wir Padrón schon von einer früheren Pilgerreise kannten, haben wir diesmal die Variante ausprobiert. Sie ist - wenn man auf die Sehenswürdigkeiten in Padrón keinen Wert legt - durchaus empfehlenswert, denn sie verläuft entlang eines Wasserkanals durch eine parkartige Landschaft, die wohl von den Einwohnern Padróns als Joggingstrecke genutzt wird.

Beschreibung der Variante:
Nach der Brücke über den Rio Ulla geht es in einem Rechtsbogen unter einer weiteren Brücke zurück (Wegweiser Hotel Rosalia folgen) und dann auf der rechten Seite eines Wasserkanals immer geradeaus, an einem Friedhof vorbei (hier kommt die Variante vom Kloster Hebron dazu) und dann links zur Hauptstraße, wo man kurz vor dem Kloster von Iría Flavia wieder auf den markierten Hauptweg trifft.

Der Wirt übte verbal heftige Kritik an den vielen aus dem Boden schießenden Pilgerherbergen, die so für ein Zimmer das Mehrfache verlangen könnten, was ein entsprechendes Zimmer in einer einfachen Pension koste. Wir sollten daher überlegen, ob wir nicht etwas mehr ausgeben, aber dafür ein eigenes Bad haben wollten. Er empfahl uns als Unterkünfte das Hotel Rosalia (DZ 40 €) oder etwas weiter entlang des Weges das Restaurant Hong Kong, das ebenfalls günstige Zimmer vermiete.

BC
Alexandra