Autor Thema: Via Lemovicensis  (Gelesen 7212 mal)

Pilger Franz

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Re: Via Lemovicensis
« Antwort #60 am: März 18, 2017, 09:40:00 Vormittag »
Gut gelesen, Simsim, die Nordroute der Via Lemovicensis führt immer noch über Bourges. Merci.

BC
Franz
2010-11 VP Le Puy–Roncesvalles 2012 Freiburg-Le Puy 2013 CdN Irun-Ferrol-Santiago 2014 VT/CF Arles-Somport-Burgos 2015-16 VF Canterbury–Aosta–Rom 2017 VL Vézelay-Nevers-Orthez, Voie des Capitales

simsim

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Re: Via Lemovicensis
« Antwort #61 am: März 18, 2017, 16:42:36 Nachmittag »
Naja, ganz genau betrachtet führt sie ja nach Santiago, also auch über Burgos, von dem man in Bourges vielleicht schon träumt.....

Pilger Franz

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Re: Via Lemovicensis
« Antwort #62 am: März 22, 2017, 12:03:55 Nachmittag »
Naja, ganz ganz genau betrachtet endet die VL in SJPdP.....
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SanchoPansa

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Re: Via Lemovicensis
« Antwort #63 am: März 22, 2017, 12:37:48 Nachmittag »
Naja, ganz ganz genau betrachtet endet die VL in SJPdP.....

Interessant, ich hatte es bisher so verstanden, dass die VL bis zur Stele von Gibraltar bei Ostabat geht und dort auf die Via Podiensis trifft. Als Via Podiensis führt der Weg dann weiter nach Saint Jean Pied du Port.

Weiß jemand, aus welchem Schriftstück der Name Via Lemovicensis genau kommt und ob er früher (z.B. im Mittelalter) eine definierte Strecke bezeichnete? Und ob sich in moderner Zeit, seit die GRs genutzt wurden, sich eine neue Definition ergeben hat, bis wohin sie geht?

Sancho
2011-2017: Ruhrgebiet bis Santiago, über Köln - Trier - Metz - Dijon - Taizé - Le Puy - Navarrenx - Oloron Sainte Marie - Somport-Pass - Camino Aragones - Camino Frances

Rainer W.-G.

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Re: Via Lemovicensis
« Antwort #64 am: März 22, 2017, 13:17:51 Nachmittag »
Vielleicht will es ja der Zufall (oder die Vorsehung), dass das Angebot dich liebe Leserin/lieber Leser passt:

Die Via Lemovicensis beginnt in Vezelay und zum Bahnhof Vezelay-Sermizelles geht auch die Fahrkarte, die ich zu verschenken habe.

Am Donnerstag vor Ostern (13.04.2017, 7:32 Uhr) geht's mit dem TGV von Karlsruhe nach Paris und anschließend von Paris weiter zum Ziel (Ankunft 15:01 Uhr).

Außerdem kann ich Dir wenn du willst, den aktuellen Miam-Miam-Dodo (Pilgerreiseführer mit allen -auch den nichtkommerziellen- Unterkünften) auch ausleihen.

Eigentlich wollte ich mich selbst auf den Weg machen. Aber es fühlt sich gerade nicht mehr gut für mich an. Ich werde Zuhause gebaucht. Aber irgendwas sagt mir, dass es da vielleicht jemanden gibt, der/die sich statt meiner auf den Weg machen will.

Bist Du diese Person?

Rainer Wegscheider-Gruber, Bietigheim-Bissingen
r.wegscheider@gmx.de

PS: Den Miam-Miam-Dodo habe ich aus Versehen zweimal bekommen (und auch zweimal bezahlt). Ein Exemplar (neu und unberührt) kann ich zum Selbstkostenpreis 25 € abgeben. Es ist die neuste Edition von Dez. 2015.

Jo5000

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Re: Via Lemovicensis
« Antwort #65 am: März 22, 2017, 17:32:26 Nachmittag »
Hallo Sancho,
die Namensgebung hat damit zu tun, dass dieser Weg über Limoges verläuft.
Gruß
Josef
Pamplona-Finesterra (Rad) 2010
SJPdP-SdC-Porto (Fuß) 2013
Haustüre-SdC (Fuß) 2015

Pilger Franz

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Re: Via Lemovicensis
« Antwort #66 am: März 22, 2017, 17:54:12 Nachmittag »
Hallo Sancho,

ich bezog mich - ganz bequem - auf die Angabe in R. Fügen OUTDOOR:
Zitat
Die Via Lemovicensis ist einer von den vier französischen Haupt-Jakobswegen. Von Vézelay im nördlichen Burgund führt die Route nach Saint-Jean-Pied-de-Port zum Fuß der Pyrenäen. Der Weg führt im Wesentlichen auf der historischen Route, die im Mittelalter die Pilger gegangen sind.

Zitat
Weiß jemand, aus welchem Schriftstück der Name Via Lemovicensis genau kommt und ob er früher (z.B. im Mittelalter) eine definierte Strecke bezeichnete?
Etwas genauer wird es dann aus historischer Sicht:
Aymeri Picaud beschreibt die VL im Codex Calixtinus und dass drei Wege sich in Ostabat treffen, lässt aber offen, ob der Weg ab Ostabat tatsächlich Via Podiensis heißt  https://fr.wikipedia.org/wiki/Via_Lemovicensis#Le_Codex_Calixtinius_d.27Aimery_Picaud

Ob in Ostabat oder in SJPdP - die VL endet vor den Pyrenäen.

BC
Franz
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Pilger Franz

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Re: Via Lemovicensis
« Antwort #67 am: März 22, 2017, 18:05:13 Nachmittag »
Ich vermute, dass für Aymeri Picaud und die Pilger des Mittelalters die Startorte bzw. wichtige Sammelorte am Weg (wie @JO5000 anmerkt) wichtiger waren als die reinen Streckenbezeichnungen und ihre Endpunkte. Auch nach der Verschmelzung zweier großer Wege bleibt die Bezeichnung des Startorts eines Pilgers ein wichtiges Merkmal. Ziel war allemal SdC.

Wenn ich in SJPdP angekommen gefragt würde, wie und woher, dann würde ich, aus Vézelay kommend, nur die VL nennen, das Stück VP am Ende der VL vermutlich nicht einmal erwähnen.

BC
Franz
« Letzte Änderung: März 22, 2017, 18:08:21 Nachmittag von Pilger Franz »
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Pilger Franz

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Re: Via Lemovicensis
« Antwort #68 am: März 22, 2017, 18:33:01 Nachmittag »
So, jetzt kommt auch das noch (https://fr.wikipedia.org/wiki/Camino_navarro):
Zitat
Au sens large, le Camino navarro, débute au pied français du franchissement des Pyrénées, c'est-à-dire initialement à Saint-Michel et aujourd'hui à Saint-Jean-Pied-de-Port ; voire encore plus en amont, à Ostabat, au point de jonction des trois itinéraires venant de Tours, Vézelay et Le Puy-en-Velay ...
übersetzt: "Im weiteren Sinn beginnt der Navarrische Weg am französischen Fuß der Pyrenäenüberquerung, d. h. ursprünglich in Saint-Michel und heute in SJPdP, weiter vorne (früher) sogar in Ostabat, wo die drei Wege aus Tours, Vézelay und Le Puy-en-Velay zusammentreffen."

Also müsste es, ganz genau, heißen: Wo Lemo sich und Podi küssen, sie ihren Namen lassen müssen :-)

BC
Franz
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Jo5000

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Re: Via Lemovicensis
« Antwort #69 am: März 22, 2017, 19:00:02 Nachmittag »
Hallo Franz,
danke für die tolle Recherche!
Gruß
Josef
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Pilger Franz

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Re: Via Lemovicensis
« Antwort #70 am: März 31, 2017, 23:45:44 Nachmittag »
Irgendwo/-wann habe ich gelesen, dass die geistlichen Schwestern vom Espace Bernadette in Nevers Pilger irgendwie nicht so recht haben wollen.
Meine Erfahrung: Sie wollen offensichtlich Pilger nicht. Details auf Anfrage :-)

Ich habe jetzt die Zusage von der Gite in der rue Francis Garnier.

BC
Franz
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Betz

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Re: Via Lemovicensis
« Antwort #71 am: Mai 24, 2017, 15:18:39 Nachmittag »
Hallo Pilger Franz,

hast Du deinen Weg auf der Via Lemovicensis hinter Dich gebracht und wie sind Deine Erfahrungen gewesen?
Hattest Du Schwierigkeiten mit der Herbergssuche (Mussidasn)?  Und wie warst Du mit der Infrastruktur zufrieden?
Ich würde mich freuen , von Dir zu hören.
Ich selbst habe am 21.04.2017 in Mont-de-Marsan meinen Weg auf der VL fortgesetzt und bin dann in Saint Palais auf den Camino Norte abgebogen und habe am 16.05.2107 in Llanes aufgehört.

Melde Dich mal

Betz
2014- 2015 Trier - Vezelay
2015 - 2017 Via Lemovicensis Vezelay - Saint Palais 
2017 Übergang zum Camino Norte Saint Palais - Hendaye
2017 Camino Norte Hendaye - Llanes

Pilger Franz

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Re: Via Lemovicensis
« Antwort #72 am: Mai 24, 2017, 17:56:29 Nachmittag »
Zu meinem Eintrag, 
Zitat
die geistlichen Schwestern vom Espace Bernadette in Nevers
betreffend, möchte ich - der Gerechtigkeit halber - nachtragen, dass ich unterwegs etliche Pilger getroffen habe, die dort sehr zufrieden waren.
Es geht also...

BC
Franz
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Pilger Franz

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Re: Via Lemovicensis
« Antwort #73 am: Mai 24, 2017, 18:30:59 Nachmittag »
Hallo Betz,

schön, von dir zu lesen. Den CdN kenne ich und LLanes auch. Wenn bei dir das Wetter so war wie bei mir (5. 4. ab Nevers bis 15. 5. in Orthez), dann hattest du es über weite Strecken sonnig und toll zum Laufen.

Die Via Lemovicensis bin ich nun von Vézelay über Nevers bis Orthez gelaufen. Von dort (Bahnhof!) bin ich nach Bayonne gefahren, um den lange vorher reservierten TGV heimwärts zu nehmen. Ich habe möglichst oft bei APDs übernachtet und das Glück gehabt, in Familien unterzukommen. Das ist einmal recht preisgünstig und schafft vor allem die Möglichkeit, mit Einheimischen in Kontakt zu kommen. Gewisse Sprachkenntnisse sind nötig, am besten französische :-) (In La Coquille waren es US-Amerikaner mit guten Deutschkenntnissen, in Thiviers eine Deutsch-Übersetzerin.)

Mussidan habe ich 'umgangen', indem ich in Sourzac (5 km davor) übernachtet habe.
Einige Etappen, vor allem in Les Landes, erforderten eine genauere Vorplanung, da ich als bekennender Schnarcher Sammelunterkünfte meiden wollte zugunsten von Chambres d'Hôtes usw. Probleme unterzukommen hatte ich keine. Es lag vermutlich an der frühen Jahreszeit, dass so wenige Pilger (und Touristen) unterwegs waren. Ich glaube, an einem Tag habe ich in einem kleineren Übernachtungsort gerade mal zehn Pilger angetroffen.

Sonstige Infrastruktur: Traurig, wieviele Bäckereien, Tante Emma-Läden, Offices de Tourisme u. a. geschlossen worden sind. Man sieht ja noch die verrammelten Ladenlokale und die Industriebrachen. Dafür wachsen die Supermärkte und die Landwirtschaftsbetriebe schier grenzenlos. Dann ziehen die Menschen mangels Arbeitsplätzen fort und lassen ihre Häuser en vente zurück. So kriegt man als Pilger nicht nur die schöne Natur, sondern auch das laufend mit.

BC
Franz
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homren

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Re: Via Lemovicensis
« Antwort #74 am: Mai 27, 2017, 21:52:39 Nachmittag »
Hallo zusammen!

Zwei aus den Niederlanden und ein Belgier fanden es bei Bernadette auch sehr nett.
Wir waren in der Herberge munic. das fanden wir mit dem schönen Garten auch gut.

Ja und liebe Grüße aus Eguzon 🤗, fast 40Grad hatten wir heute.
Haben scheinbar die letzen Betten in der Umgebung ergattert, na eigentlich hat das die nette Dame von der Herberge in Cluis für uns erledigt 😍. Es ist langes Wochenende und schönes Wetter.....
Wir schlafen heut da:
CléVacances
Danièle et René ROUET
7 route du Lac
36270 Eguzon
TEL.: 0254473109
€50.- für zwei Personen mit Frühstück   Kaffee, Tee....am Nachmittag
Wir haben eine Wohnung für uns alleine, wirklich sehr nett 😊.

Liebe Grüße
Otto und Renate