Autor Thema: PCT oer Appalachian Trail  (Gelesen 2544 mal)

donjojohannes

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Re: PCT oer Appalachian Trail
« Antwort #30 am: November 11, 2017, 13:53:10 Nachmittag »
@Eisenhans,

gratuliere! Tolle Bilder! Ich glaube heuer war ein besonders gutes Jahr für Sobo im Vergleich zur Gegenrichtung (Sierra Record Snow und Fire Closures). Bin Chocolate Balls, Mitch Lenington und Dixie virtuell gefolgt, die Dir alle entgegengekommen sind. Ich würde aber auch Sobo gehen. Wer nicht zwingend für die Trail community aufbricht, und das Tempo halten kann, der hat praktisch nur Vorteile dadurch (water caches in der Wüste mal ausgenommen).

Und, wirst Du die fehlenden Zacken der Krone in Angriff nehmen oder belässt Du es beim m.M.n. schönsten der 3 Trails?
Mein Jerusalemer Pilgertagebuch: www.4kmh.com

Eisenhans

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Hiking SOBO und andere Trails
« Antwort #31 am: November 11, 2017, 15:04:39 Nachmittag »
@donjojohannes

Erst mal danke für den Gedankenanstoß den PCT southbound zu laufen. Dein Hinweis im März war der Startpunkt für eine weitere Recherche der SOBO-Alternative. Ich bin froh, dass ich diese Richtung gewählt habe und halte sie für die gemeinhin unterschätzte bessere Richtung. Man sollte jedoch von vornherein fit sein, da man gleich mit knackigen Wegabschnitten startet, während sich die NOBOs erst ein wenig "einlaufen" können. Zudem gibt es am Anfang erheblich weniger Möglichkeiten, seine Ausrüstung noch einmal anzupassen, man muss mit der Ausrüstung leben, die man mit auf den Trail gebracht hat. Ein echtes Highlight am Anfang waren zwei Deutsche (Vater 60, Sohn 40) auf dem PCT in der Nähe der kanadischen Grenze. Sie hatten beide riesige Rucksäcke mit mind. 25 - 30 kg. Bin mir sicher, dass sie es nach ihrem (meiner Meinung nach hochgradig illegalen) Grenzübertritt über die grüne Grenze zum Startpunkt kaum bis zum Hart's Pass geschafft haben.

Übrigens waren die Water caches in der Wüste alle gut gefüllt. Die Trail angels sorgen da inzwischen auch für die später ankommenden SOBOs. Nur Trail magic erlebt man erheblich seltener, denn kaum jemand setzt sich in die Pampa, wenn dann nur ein bis vielleicht maximal 5 SOBOs pro Tag vorbeischauen.

Die Triple-Crown strebe ich erst mal nicht an, dafür gibt es zu viele andere schöne Wander- und Pilgerwege auf der Welt.
Insbesondere der Shikoku-Pilgerweg zu den 88 Tempeln in Japan steht da ganz weit vorne auf meiner Liste...
Aber auch kürzere Trails wie der Arctic Circle Trail oder Hong Kong’s MacLehose Trail...

« Letzte Änderung: November 11, 2017, 15:11:09 Nachmittag von Eisenhans »

donjojohannes

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Re: PCT oer Appalachian Trail
« Antwort #32 am: November 12, 2017, 21:23:32 Nachmittag »
Wow, der Arctic Circle Trail sieht toll aus. Der kommt auf die "Träume-Liste"

In Japan habe ich versucht einen Pilgerweg auszuloten, der den Spuren der Märtyrer Paul Miki und seiner Gefährten folgt. Das wären 800 km von Kyoto nach Nagasaki, die sie damals barfuss bis zu ihrer Kreuzigung zurücklegen mussten. Aber die alten Kaiserstrassen sind längst mit Autobahnen überbaut und auch sonst ist das Gebiet stellenweise sehr dicht besiedelt. In der Theorie hat Japan eine Vielzahl von Weitwanderwegen auch neben dem Tempelweg, aber mein japanisch ist ziemlich schwach :-/ So bleibt es vorerst im "Projektfolder".

Mal schauen. Wenn alles klappt, komm ich nächsten Sommer wieder auf die Beine. Dann steht eine neue Variante der Via Alpina auf dem Programm. Soll Via Alpina Sacra heißen und ich werde versuchen von Slowenien bis Monaco rund 200 Pilgerziele der Alpen aufzufädeln. 3700km und 160 Höhenkilometer.

Der TeAraroa reizt Dich nicht?
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Eisenhans

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Te Araroa und weitere Trails
« Antwort #33 am: November 12, 2017, 22:15:10 Nachmittag »
Wenn man momentan nach Via Alpina Sacra googelt kommt da nur der Skihelm Alpina Sacra :-)
Insofern eine echte Marktlücke... und das Projekt hört sich spannend an. Slowenien als Startpunkt ist zudem ein schönes
Land, ganz offenbar mit Wandertradition, denn die Slowenen die ich auf dem Camino Frances getroffen hatte wandern gern und viel.
Aber vergiss bitte nicht, neben den Pilgerzielen auch mind. eine der schönen Thermen in Slowenien mit aufzunehmen, jeder Pilger sollte auch mal die Seele baumeln lassen.

Der Te Araroa ist natürlich auch mit wechselnder Priorität auf meiner Bucketlist. Im Moment bin ich froh, den PCT wirklich ganz bewältigt zu haben, da es dieses Jahr wohl nur maximal 10% der Personen mit Permit geschafft haben (ca. 3500 Permits, aktueller Stand auf der PCTA-Webseite: 230 Thru-Hiker). Von daher fragte ich mich nun in den ersten Tagen danach, ob es wirklich immer ein langer Weg sein muss, oder ob nicht auch kürzere Trails einen etwas anderen Zugang zu einem fremden Land geben können. Als Pilger/Wanderer gewinne ich einen sehr erdigen/bodenständigen Eindruck, bin langsam genug, um mit Menschen in Kontakt zu kommen und gewinne eine andere Perspektive, als wenn ich nur mit dem Reisebus oder Wohnmobil von einem angeblichen "Highlight" zum nächsten düse. Deshalb z. B. die Idee mit dem MacLehose Trail in Hongkong und auch China würde mich reizen. Eine echte Wandertour durch Nordkorea ist leider nicht möglich.

Habe Deinen Vortrag am Freitag in München entdeckt und hätte dann auch (so es klappt) für ein Bier im Vorfeld Zeit ;-)

 

donjojohannes

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Re: PCT oer Appalachian Trail
« Antwort #34 am: November 13, 2017, 22:12:51 Nachmittag »
Super! Bist Du ein Münchner? Hast Du einen Vorschlag, wo wir das Bier zischen sollen? (Um 17.00 Uhr herum, wenn es Dir ausgeht - nicht zu weit weg vom Veranstaltungsort). Ab 18.00 Uhr werde ich beim Aufbau sein.
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