Autor Thema: Franziskusweg 2017  (Gelesen 937 mal)

kemcon

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Franziskusweg 2017
« am: März 13, 2017, 09:33:55 Vormittag »
Hallo an alle ,

ein Freund und ich wollen dieses Jahr 1 Woche auf dem Franziskusweg verbringen. Ich würde gerne mal fragen welches Teilstück Ihr empfehlen könnt ! Wir wären auch sehr dankbar für Eure Tips in Sachen Unterkunft und Anreise/Abreisemöglichkeiten !
Habe mir auch das Buch von Angela gekauft , aber ein paar praktische Tips von erfahrenen Pilgern wären sehr schön.

Vielen Dank

Shabanna

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Re: Franziskusweg 2017
« Antwort #1 am: März 13, 2017, 16:45:38 Nachmittag »
@kemcon: Also Angela geht ja in La Verna los. Bis Assisi wird's bei einer Woche etwas knapp, ich habe dafür 9 Tage gebraucht.

Ansonsten kannst du ja auch nach Citta di Castello anreisen und bis Assisi gehen, dann hast du ca. 5 Lauftage und kannst für Assisi noch einen zusätzlichen Tag einplanen. Allerdings wär's schade, denn La Verna würde ich nicht verpassen wollen.

Viel Spaß bei deiner weiteren Planung!

LG,
Andrea


Mario d'Abruzzo

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Re: Franziskusweg 2017
« Antwort #2 am: März 13, 2017, 20:24:34 Nachmittag »
Hi kemcon,

ein Freund und ich wollen dieses Jahr 1 Woche auf dem Franziskusweg verbringen. Ich würde gerne mal fragen welches Teilstück Ihr empfehlen könnt !

eine Woche ist natürlich sehr kurz. Sehe ich das richtig, dass es bei Deiner Frage nur darum geht, welche sieben zusammenhängenden Etappen nach dem Pilgerführer von Angela Maria Seracchioli Sinn machen?

Mario
"Des Wanderers Füße sind wie eine Blume: Seine Seele wächst, erntet Früchte; seine Mühen verbrennen seine Sünden." "Aitareya-Brahmana", hinduistisches Lehrbuch, zitiert nach Ochsenkühn, Franziskusweg Pilgerführer - Impulse.

Mario d'Abruzzo

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Re: Franziskusweg 2017
« Antwort #3 am: März 13, 2017, 20:52:37 Nachmittag »
Egal, ob Ihr mit dem Zug aus Deutschland oder mit dem Flugzeug nach Italien kommt, als ersten Anlaufpunkt würde ich Assisi empfehlen. Am nächsten Morgen ganz früh dann mit dem Zug nach Trevi (20 min; 2,60 €), dort würde dann die Lauferei losgehen:

  • Trevi - Spoleto
  • Spoleto - Romita di Cesi
  • Romita di Cesi - Collesscipoli
  • Collesscipoli - Stroncone
  • Stroncone - Greccio
  • Greccio - Rieti
  • Rieti - Poggio Bustone

In Angelas Buch (deutsche Ausgabe 2013) wären dass die Seiten 105 bis 151. Das wäre eine Tour mit ganz viel Franziskus. Es gibt einen Film von Tanja Frank (Regisseurin) Der Franziskusweg - Auf den Spuren des heiligen Minderbruders auf DVD oder Blu-ray... Sie folgt auch der Seracchioli-Wegführung.

Der Aufenthalt in der Romita di Cesi bei Fra Bernardino ist natürlich DAS Highlight des gesamten Franziskusweges.

La Romita - Una grande avventuraDue uomini con i capelli bianchi.

Mario
« Letzte Änderung: März 13, 2017, 21:54:55 Nachmittag von Mario d'Abruzzo »
"Des Wanderers Füße sind wie eine Blume: Seine Seele wächst, erntet Früchte; seine Mühen verbrennen seine Sünden." "Aitareya-Brahmana", hinduistisches Lehrbuch, zitiert nach Ochsenkühn, Franziskusweg Pilgerführer - Impulse.

gkayser

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Re: Franziskusweg 2017
« Antwort #4 am: März 13, 2017, 21:46:46 Nachmittag »
Hallo kemcon!

Letztes Jahr waren wir die letzten beiden Juniwochen auf dem Franziskusweg von Sant ellero bis nach Sansepolcro unterwegs. Eine sehr schöne Wanderung!
Er ist jedoch zumindest auf diesem Teilstück und mit dem Reiseführer (gelber Outdoor Führer) und dem entsprechenden gps-Track in seriner Infrastruktur deutlich dünner besiedelt als der Camino frances! Auf dem letzten Teilstück waren wir mit 7 Litern Wasser losgegangen und hatten auf den ersten 22 km keine Möglichkeit gehabt, diese wieder aufzufüllen. Daher solltet Ihr diesbezüglich, wenn Ihr schon einmal auf dem Jabkosweg in Spanien unterwegs ward, etwas anders planen.
Landschaftlich ist dieser Abschnitt sehr schön und La Verna war eines der Highlights!
Überlaufen war der Weg zu dieser Jahreszeit nicht, unsere "Mitpilgergemeinde" die wir zumeist nur abends in den Ortschaften wieder trafen, bestand aus einem Pärchen aus Deutschland und einer kleinen Familie mit knapp übe reinem Jahr altem Kind.
Technisch ist der Weg schon anspruchsvoll mit langen und steilen, wie auch steinigen Auf-und Abstiegen.

In jedem Fall war es eine sehr schöne Erfahrung und das Wandern dort hat uns sehr viel Spaß gemacht!

Anreise nach Florenz, dann Zug bis Sant Ellero. Rückreise mit dem Bus zurück nach Florenz.

Wünsche Euch ein gutes Gelingen für Euer Vorhaben
gian
« Letzte Änderung: März 13, 2017, 21:48:17 Nachmittag von gkayser »

Shabanna

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Re: Franziskusweg 2017
« Antwort #5 am: März 14, 2017, 09:46:42 Vormittag »
@gkayser: Es ist nicht notwendig, in Florenz nochmals in einen Zug zu steigen, es geht auf wunderschönen Wegen durch kleine Orte und Weinberge sehr schnell heraus aus der Stadt in die Natur,  und dann über Pontassieve Richtung Passo dellla Consuma. Das ist eine gute Etappe zum Einlaufen, denn es kommen schon erste Höhenmeter zusammen :-)

@kemcon: Du hast ja den Guide von Angela, da ist die Strecke ab Florenz nicht beschrieben. Wenn du in Florenz loslaufen möchtest, melde dich bei mir, ich kann dich da gerne mit Infos versorgen.

Dass es irgendwo Wasserengpässe gegeben hätte, kann ich nicht bestätigen. Aber natürlich ist der Franziskusweg nicht der Camino Frances.

La Verna und Assisi waren auch für mich ganz besondere Orte, deshalb würde ich bei einem eingeschränkten Zeitfenster diese Strecke wählen. Aber man kann sich den Weg ja auch aufteilen, so weit gehen wie man kommt und später wieder einsteigen.

LG,
Andrea

Mario d'Abruzzo

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Re: Franziskusweg 2017
« Antwort #6 am: März 14, 2017, 10:50:35 Vormittag »
@gkayser: Es ist nicht notwendig, in Florenz nochmals in einen Zug zu steigen, es geht auf wunderschönen Wegen durch kleine Orte und Weinberge sehr schnell heraus aus der Stadt in die Natur,  und dann über Pontassieve Richtung Passo dellla Consuma. Das ist eine gute Etappe zum Einlaufen, denn es kommen schon erste Höhenmeter zusammen :-)

Das ist halt die Streckenführung von Pater Brown ('Reverent Sandy Brown' aus USA). Jemand, der nach Roodenburg, Ochsenkühn oder (später) nach Seracchioli laufen möchte, kann damit nichts anfangen, oder er muss einen zusätzlichen Führer kaufen, der dann aber ab Spoleto wieder nichts mit dem eigentlichen Franziskusweg zu tun hat (Außer er macht Busausflüge von Sandys Route aus, was ja eigentlich auch nicht Sinn der Sache ist...).

Um von Florenz wegzukommen gibt es auch bei Roodenburg oder Ochsenkühn eine schöne Wegführung, am Arno entlang und dann über den Berg Richtung Rignano sull'Arno. Einziger Wermuthstropfen, die Straße von Rignano sull'Arno nach Sant'Ellero, die scheint ziemlich gefährlich zu sein. Da sind wir 2013 dann mit dem Zug gefahren (3 min). Dann die Unterkunft direkt im ehemaligen Bahnhofsgebäude oder ein paar Meter den Berg hinauf.

Shabanna ist total von Sandy Browns exakten (englischen) Wegbeschreibungen fasziniert. Ich kann das nicht nicht beurteilen, weil ich schon lange keine Wegbeschreibungen auf dem Franziskusweg mehr brauche. Allerdings, mit Franziskus hat er nichts am Hut, ganz ehrlich. Das macht aber für Wanderer, die Wert auf eine A-nach-B-Wanderung Florenz-Rom (mit abendlichen Pilgertreffs) legen, nichts aus. Allerdings leistet es einer 'Verjakobisierung' des eigentlichen Anliegens von Roodenburg und Seracchioli Vorschub.

Mario
"Des Wanderers Füße sind wie eine Blume: Seine Seele wächst, erntet Früchte; seine Mühen verbrennen seine Sünden." "Aitareya-Brahmana", hinduistisches Lehrbuch, zitiert nach Ochsenkühn, Franziskusweg Pilgerführer - Impulse.

Shabanna

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Re: Franziskusweg 2017
« Antwort #7 am: März 14, 2017, 13:47:27 Nachmittag »
Shabanna ist total von Sandy Browns exakten (englischen) Wegbeschreibungen fasziniert. Ich kann das nicht nicht beurteilen, weil ich schon lange keine Wegbeschreibungen auf dem Franziskusweg mehr brauche. Allerdings, mit Franziskus hat er nichts am Hut, ganz ehrlich. Das macht aber für Wanderer, die Wert auf eine A-nach-B-Wanderung Florenz-Rom (mit abendlichen Pilgertreffs) legen, nichts aus. Allerdings leistet es einer 'Verjakobisierung' des eigentlichen Anliegens von Roodenburg und Seracchioli Vorschub.

Mein Franziskusweg war eine Mixtur aus allen gängigen Büchlein, die der Markt hergibt. Ich habe die sogar tatsächlich auch alle mitgetragen (außer den Ochsenkühns) :-) Und alle hatten ihre Vor- und Nachteile.

Angela Seracchioli hat durch ihre Kontakte zu der italienischen Bevölkerung am Wegesrand sehr gute - machmal richtig spannende - Unterkunftsvorschläge, die ich des öfteren genutzt habe. Dasselbe gilt übrigens auch für den italienischen kleinen Guide.

Kees Roodenburg schlägt tolle Etappen vor und hat mir mehr als einmal aus der Patsche geholfen, als ich auf dem Weg "ins Verderben" ;-) war und Beschilderungen versagt haben. Er hat z. B. auch eine sinnvolle Umgehung eines wirklich gefährlichen Abschnitts mit drin - inzwischen haben das auch die Ochsenkühns und Sandy Brown in den Updates übernommen.

Ferdinand Treml hat einen tollen Führer geschrieben, mit sehr genauen Wegbeschreibungen. Und er schlägt sehr günstige Unterkünfte vor (hat auch Kontakte zu den Pfarreien am Wegesrand geknüpft), da wird der Weg auch für den schmalen Geldbeutel machbar.

Die Ochsenkühns haben ihre Prioritäten darauf gelegt, viel Unterhaltsames zu schreiben und je nach Stimmung hab ich auch mal gerne bei meinen Mitpilgern im Ochsenkühn-Büchlein geschmökert.

Sandy Browns Franziskusweg-Guide hatte ich mehr durch Zufall entdeckt und mitgenommen. Und war - wie auch meine Mitpilger - positiv überrascht. Er war vor knapp einem Jahr, als ich unterwegs war, einfach auch der aktuellste. Ich habe ihn öfters hier im Forum erwähnt, da ich fand, dass er durchaus mit in die Waagschale gehört, weil er einigen Pilgern wirklich nützt. Doch - Vorsicht: Dies sind nicht immer nur die, die es einfacher haben wollen - manchmal geht auch Sandy Brown über den Hügel "oben rum" und Treml z. B. nimmt die Straße "unten rum" :-)

Infos über die Highlights am Wegesrand findet man bei allen. Wenn man sich näher über Franziskus informieren will, sollte man das sowieso nicht über den Reiseführer machen. Da gibt es andere, bessere Quellen.

Wenn ich heute nochmals gehen würde, würde ich vermutlich den hyperaktuellen Roodenburg nehmen. Ach, und die Angela liegt mir einfach auch am Herzen. Der Treml hat mich wirklich beeindruckt (auch heute noch, wegen seiner super recherchierten Upates). Und die Ochsenkühns zum Schmökern. Und Sandy, falls ich in Assisi mit den Mitpilgern die Nacht bei guten Gesprächen und Wein wieder zum Tag mache und es am nächsten Tag nicht auf den Berg schaffe ;-)

Und: Für die erste Etappe von Florenz heraus über Pontassieve. Die ist nämlich wirklich klasse - gut beschrieben, leicht zu finden und landschaftlich einfach herrlich. Zumal die netten Leutchen in Sant Ellero (Routenvorschlag von - ich glaube - Roodenburg), die Pilger aufgenommen haben, leider aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung stehen und außerdem ein Stück wegen der viel befahrenen Straße mit dem Zug überbrückt werden muss.

Falls jemand Infos braucht, einfach fragen, ich helfe gerne weiter. Der Weg ist nur halb so verwirrend, wie es anfangs scheint.

LG,
Andrea
« Letzte Änderung: März 14, 2017, 19:51:11 Nachmittag von Shabanna »

kemcon

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Re: Franziskusweg 2017
« Antwort #8 am: März 16, 2017, 08:36:01 Vormittag »
Vielen Dank für die guten Ratschläge und Tipps ! Wir wollen uns am Wochenende zusammensetzen und das alles mal durchgehen. Wahrscheinlich werden wir aber in Florenz starten und eine Woche wandern und nächstes Jahr gehts dann weiter.

Habe jetzt auch den neuen Ochsenkühn bekommen und werde den auch mal studieren.


Mario d'Abruzzo

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Re: Franziskusweg 2017
« Antwort #9 am: März 16, 2017, 09:45:12 Vormittag »
Wahrscheinlich werden wir aber in Florenz starten und eine Woche wandern und nächstes Jahr gehts dann weiter.

Falls Ihr jetzt den Weg nach Rom in Etappen zu laufen plant, statt nur eine Woche einfach mal so auf einem 'Teilstück' unterwegs zu sein, wie Du es anfangs geschrieben hattest, dann wäre natürlich der Geheimtipp in Dovadola zu starten, statt im touristischen Florenz. Von dort aus geht es auf dem Cammino di Assisi mit traumhafter Natur erstmal vier Tage durch das Casentino (teilweise ein Nationalpark) bis Camàldoli. Um nach sieben Tagen in La Verna anzukommen, könntet Ihr auch schon in Ravenna oder Forlí starten; da läuft man dann vom Meer aus flach auf den Apennin zu; hat mich sehr beeindruckt. Mit jedem Schritt kommt man diesem Gebirge, durch das der Franziskusweg führt, näher...

Ich bin 2014 direkt am Meer gestartet, in Marina di Ravenna, morgens um halb fünf :-)



Der Sonnenaufgang am 14. Mai 2014 um 05:44 Uhr von der molo dalmazia in Marina di Ravenna aus gesehen.

Mario
« Letzte Änderung: März 16, 2017, 09:54:59 Vormittag von Mario d'Abruzzo »
"Des Wanderers Füße sind wie eine Blume: Seine Seele wächst, erntet Früchte; seine Mühen verbrennen seine Sünden." "Aitareya-Brahmana", hinduistisches Lehrbuch, zitiert nach Ochsenkühn, Franziskusweg Pilgerführer - Impulse.

Laurentius

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Re: Franziskusweg 2017
« Antwort #10 am: März 17, 2017, 13:37:54 Nachmittag »
Bin schon mehrfach auf den Wegen rund um Florenz unterwegs gewesen. Tatsächlich sind die ersten Etappen auf dem Cammino di Assisi/Franziskusweg von Florenz aus recht anstrengend und nicht besonders schön. Der Tipp von Mario, in Dovadola zu starten ist wirklich gut. Ansonsten gibt es auch noch den sogenannten "Götterweg" Via Degli Dei von Florenz nach Bologna (oder anderst herum) - toller Weg durch das Appeningebirge mit wirklich spektakulären Etappen ... und perfekt für eine Woche.

LG
Laurentius


Shabanna

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Re: Franziskusweg 2017
« Antwort #11 am: März 17, 2017, 16:08:45 Nachmittag »
@Laurentius: Recht anstrengend? Stimmt.

Nicht besonders schön?

Als ich letztes Jahr dort war,  habe ich das übelste Wetter ever erwischt. Es war kalt, hat meistens in Strömen geregnet und nach La Verna bin ich mehr gerutscht und geschlittert als gewandert.

Und trotzdem: Die erste Etappe in den wunderschönen Weinbergen durch kleine Dörfer, mit grandiosen Blicken zurück auf Florenz. Dann der Consumapass: Viel urtümlicher Wald und tolle Wege. Wenn man bei den Carlettis übernachtet, hat man auf dem kleinen Sträßchen zur Unterkunft einen Traumblick - fast bis nach La Verna.

Dann Stia und - Camaldoli! Ein magischer Ort mitten im Wald, zu dem wunderschöne Wege führen. Und das Vallesanta, wo das Casa Santiccio wartet. Wo die Bäume den Himmel berühren ...

Und dann der Märchenwald nach La Verna, wie ein Ausflug in eine andere, geheimnisvolle Welt. Die Stimmung nur unterbrochen durch einen kurzen Schreckmoment: Ein Wildschwein hat sich mir in den Weg gestellt :-) Mehr Natur geht nicht.

Und dann weit oben: La Verna. Ohne Worte.

"Nicht besonders schön?" Vielleicht Geschmackssache. Mir werden diese Etappen immer als besonders eindrucksvoll in Erinnerung bleiben.

LG,
Andrea

Edit: Wobei der Götterweg sicher auch sehr reizvoll wäre - den hatte ich zuallererst ins Auge gefasst ....
« Letzte Änderung: März 17, 2017, 16:18:48 Nachmittag von Shabanna »

austernfischer

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Re: Franziskusweg 2017
« Antwort #12 am: März 20, 2017, 21:35:40 Nachmittag »
Auch wenn es nicht zum Thema passt, ich kann das bzgl. des Weges Florenz-Bologna über den Passo della Futa nur unterstreichen. Wir sind diesen im Frühjahr 2015 auf unserem Rückweg von Rom gelaufen, einfach genial.

Viele Grüße,

Austernfischer
« Letzte Änderung: März 20, 2017, 21:38:27 Nachmittag von austernfischer »
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Mario d'Abruzzo

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Re: Franziskusweg 2017
« Antwort #13 am: März 21, 2017, 01:50:55 Vormittag »
Lieber Laurentius,

Tatsächlich sind die ersten Etappen auf dem Cammino di Assisi/Franziskusweg von Florenz aus recht anstrengend und nicht besonders schön.

Vorsicht! Dieser Camino di Assisi ist ja gerade der Weg von Dovadola her. Und der ist wirklich ganz arg toll :-)

Natürlich hat es auch seine Reize schon in Florenz zu starten, wenn auch diese Stadt keinerlei Bezug zu Franziskus hat. Die Legende, er hätte den Grundstein von Santa Croce selbst gelegt, ist natürlich Unsinn; Franz von Assisi hatte es überhaupt nicht mit solchen Monumentalbauten. Leider konnte er sich in Assisi nicht mehr dagegen wehren ;-)

Die Roodenburg/Ochsenkühn-Wegführung von Florenz nach Sant'Ellero kann man nicht mehr empfehlen; einfach weil es in Sant'Ellero kaum Unterkunftsmöglichkeiten gibt, wie Andrea schreibt. Da ist die Variante nach Sandy Brown über Pontassieve wirklich viel gescheiter.

Es ist bezeichnend, dass viele Italiener lieber in Dovadola oder erst in La Verna starten und dann auch nur bis ins Rietital pilgern und Florenz und Rom den ausländischen A-nach-B-Touristen überlassen...

Mario
« Letzte Änderung: März 21, 2017, 01:52:00 Vormittag von Mario d'Abruzzo »
"Des Wanderers Füße sind wie eine Blume: Seine Seele wächst, erntet Früchte; seine Mühen verbrennen seine Sünden." "Aitareya-Brahmana", hinduistisches Lehrbuch, zitiert nach Ochsenkühn, Franziskusweg Pilgerführer - Impulse.