Autor Thema: 🇮🇹 2019 🇮🇹 Wilde Wege, stille Dörfer 🇮🇹 69 giorni con 69 anni 🇮🇹  (Gelesen 4902 mal)

Mario d'Abruzzo

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Re: ☯️ 2018 ☯️ Wilde Wege, stille Dörfer ☯️ 68 giorni con 68 anni ☯️
« Antwort #30 am: November 11, 2017, 23:10:25 Nachmittag »
Meine Nacht im Mandelbaum

Haha, ich lach mich schlapp...

Also beim Abstieg vom Campo Imperatoro empfahl Christoph Hennig in seinem Buch den Weiler Forca di Penne. Beim Planen mit meinem GPS-Programm entdeckte ich aber nicht viel weiter einen Agriturismo, der mir passender vorkam. Auf der Website der Azienda Agrituristica Laperegina nahe Corvara entschied ich mich als Naturfreund für das Baumhaus im Mandelbaum (Camera sull’albero). Gut, es hat mich etwas gewundert, dass das besonders für Paare geeignet sein sollte. Aber gut, die Reservierung verlief reibungslos.

Nun hab' ich die Website etwas genauer angeschaut und entdecke, dass es mit diesem Mandelbaumhaus eine ganz besondere Bewandtnis hat:

Zitat [in meiner etwas holprigen Übersetzung] (Quelle):

"Die seltsame Geschichte des Häuschens im Baum

Es war einmal ein großer Mandelbaum, mit einem Holzhaus in den Ästen. In dieser Lodge schlafen oft Paare. Es klingt wie ein Märchen, aber es ist die wahre Geschichte eines echten Baumes auf dem Anwesen des Agriturismo Aperegina.

Marino, der Besitzer, erzählt:

"Das erste Mal war es ein Zufall. Vor drei Jahren kam ein Ehepaar aus Turin. Während die Azienda Aperegina komfortable Zimmer bietet, bevorzugten die beiden eine eher spartanische Unterkunft in Kontakt mit der Natur: die Holzhütte, die ich gerade auf dem Mandelbaum meines Gartens fertiggestellt hatte. Dort oben ist nur Platz für einen Futon und eine rudimentäre Garderobe. Vielleicht ist es deshalb ein faszinierender und romantischer Ort, besonders wenn der Wind die Äste rundherum schüttelt. Sicher ist es ein origineller Ort für die Liebe... "

Marino erzählt weiter: drei Monate nach ihrem Aufenthalt hätten ihn die beiden angerufen, um ihm für die Gastfreundschaft und das unerwartete Geschenk zu danken. "Sie vertrauten mir an, dass ihr Problem, keine Kinder haben zu können, plötzlich dort oben auf meinem Baum und mit dem Kind, das sie nun erwarteten, gelöst worden war. Es war wirklich eine große Überraschung und eine große Freude für alle. "

Einige Zeit später erzählte ich einem Buchhalter aus Neapel die schöne Geschichte. Ich sah seine Augen vor Erstaunen glitzern und er erklärte mir, dass seine Frau sich nach einem kleinen Bruder oder einer Schwester für ihre neunjährige Tochter sehnte. Es war ein Test für die Lodge: Die Familie blieb dort und einige Zeit später kam der freudige Anruf der Ehegatten Mancini, die eine Beatrice erwarteten. "

Die Legende wartete mit einer neuen blauen Schleife auf: diesmal war es ein Paar von Verona, mit ähnlichen Problemen wie bei früheren Paaren. Letztes Jahr verbrachten die beiden eine Woche im Aperegina, und am Ende der Saison kontaktierten sie Marino mit den frohen Nachrichten.

Nun gibt es Paare, die, fasziniert von den Bildern, die auf der Website zu sehen sind, instinktiv das Cottage auf dem Mandelbaum buchen; andere jedoch, nur weil sie die Geschichte kennen, meiden es vorsichtig. Sind sie abergläubisch?

"Wir hoffen auf eine gute Nachricht für dieses Schweizer Paar ...", schließt Marino. In der Zwischenzeit gibt der Mandelbaum weiterhin gute Früchte.
"

:-)

Mario

« Letzte Änderung: November 11, 2017, 23:44:30 Nachmittag von Mario d'Abruzzo »

Mario d'Abruzzo

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Re: 🇮🇹 2018 🇮🇹 Wilde Wege, stille Dörfer 🇮🇹 68 giorni con 68 anni 🇮🇹
« Antwort #31 am: Dezember 07, 2017, 22:14:25 Nachmittag »
Panicale • Sonntag, 05.08.2018 • [04/68]

eigentlich hatte ich für die dritte übernachtung auf meinem mit gps freigeplanten cammino michele arcangelo 2018 nur einen beliebigen ort mit etwa 15 km entfernung vom lago trasimeno in umbrien gesucht. der zuerst unscheinbare ort nannte sich panicale. es fielen mir die ringförmigen höhenlinien auf und dann war klar, das ist wohl wieder so ein umbrisches borgo medievale. die unterkünfte schienen erstmal schw... ähhh, also sehr teuer und vor allem nur für mehrere nächte buchbar. weiteres hinsehen auf der google maps-karte zeigte dann am rande des ortes eine bezahlbare unterkunft, allerdings auch nur mindestens zwei tage buchbar, dafür aber ein ganzes haus mit einem (hoffentlich) schönen garten und wohl auch seeblick. die straßenansicht dieser Antica Casa Dei Frati zeigte sich allerdings weniger beeindruckend. ich war aber begeistert und habe mir daher nach den zwei anstrengenden bahnfahrten gleich mal einen ruhetag gegönnt.

hier ein kleines youtube-filmchen zu diesem wunderschönen mittelalterlichen umbrischen dörfchen:

Panicale al concorso IL BORGO DEI BORGHI PIU BELLI D'ITALIA - Alle Falde del kilimangiaro (youtube-link 07:46)

dt. by google: Panicale [bewirbt sich anscheinend] im Wettbewerb DAS BORGO DER SCHÖNSTEN DÖRFER ITALIENS  - Am Falde des Kilimandscharo'; was das allerdings mit dem kilimanjaro zu tun haben soll, könnten vielleicht geneigte leser erklären?

mario
« Letzte Änderung: Dezember 08, 2017, 13:02:04 Nachmittag von Mario d'Abruzzo »

Mario d'Abruzzo

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Re: 🇮🇹 2018 🇮🇹 Wilde Wege, stille Dörfer 🇮🇹 68 giorni con 68 anni 🇮🇹
« Antwort #32 am: Dezember 10, 2017, 10:43:37 Vormittag »
Trasimeno Blues Festival

von panicale geht's 17 km nach Greppolischieto, einem dreiseelendorf, wie ich gerade gelernt habe. da eine unterkunft für eine nacht zu finden, war nicht einfach. nun bin ich doch im rahmen der landwirtschaftlichen Kooperative La Piaggia/Gemeinschaft UTOPIAGGIA fündig geworden; und das sogar auf deutsch...

dort wurde die frühere dorfschule in ein geräumiges ferienhaus umgebaut. muss traumhaft sein, wie die begeisterten bewertungen zeigen: https://www.ferienwohnungen.de/ferienhaus/17050/ (bis zu 12 personen)

beim durchschauen dieser homepage des Ferienhauses La Scuola wurde ich auf das Trasimeno Blues Festival aufmerksam, das jährlich wohl ende juli/anfang august stattfindet. das würde ja perfekt passen..

http://trasimenoblues.it/festival/

natürlich kann ich in der hauptsaison nicht in diesem haus übernachten, dafür aber direkt auf dem hof der besitzer susanne und eugen...

unwiderstehliches foto (quelle):
Trasimeno Blues

mario

ps. zitat (quelle): "Das Haus liegt zwischen Perugia (40 km), Orvieto (40km) und dem Lago Trasimeno. In nachbarschaftlicher Anbindung erstreckt sich das 100 ha grosse Naturgebiet der landwirtschaftlichen Cooperative "La Piaggia"(Schafzucht, Käserei, Keramik, Holzofenbäckerei, Seidenfaerberei, freitags abends Barbetrieb mit Sommergarten und herzhaften Gerichten). Der Erwerb von biologischem Brot und Schafskäse ist möglich. Rom, Florenz, Perugia, Orvieto, Siena, Assisi, Todi, Lago di Bolsena... sind mit Tagesausflügen gut erreichbar.

Ab und zu finden auch Kurse statt in "LA SCUOLA".
Vom 30.03. - 06.04.2018 Qi Gong Kurs!

7 Übernachtungen im Doppelzimmer mit Halbpension und 5 Kurs-Tage kosten 600 Euro pro Person. Bitte bis Mitte Februar anmelden... Für weitere Informationen schreiben Sie uns bitte, wir leiten Sie dann an die Kursleiterinnen (Karin Taru Buchmueller/ Anna Paola Maestrini) weiter.
"
« Letzte Änderung: Dezember 10, 2017, 11:18:02 Vormittag von Mario d'Abruzzo »

Mario d'Abruzzo

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Re: 🇮🇹 2018 🇮🇹 Wilde Wege, stille Dörfer 🇮🇹 68 giorni con 68 anni 🇮🇹
« Antwort #33 am: Dezember 10, 2017, 15:05:21 Nachmittag »
eine weitere evidenziazione della cultura italiana ist der fachgerechte verzehr von

pasta,

wie diese heute gesendete dokumentation auf 3sat zeigt.

mario
« Letzte Änderung: Dezember 10, 2017, 15:08:38 Nachmittag von Mario d'Abruzzo »

monika2010

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Re: 🇮🇹 2018 🇮🇹 Wilde Wege, stille Dörfer 🇮🇹 68 giorni con 68 anni 🇮🇹
« Antwort #34 am: Dezember 10, 2017, 15:43:42 Nachmittag »
Hallo Mario,

unverwechselbar und unerreicht:  Don Camillo und Peppone! Herrliche alte Filme, habe gestern 2 davon gesehen.

Diese Bild hat auch die sehr gute Pizzeria "Gambrinus" in Santiago d.C. als Werbepostkarte, bin dort Stammgast wann immer
ich in SdC bin, empfehlenswert.

Gruß von Monika2010.

Liebe Grüße,

Monika

Mario d'Abruzzo

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Re: 🇮🇹 2018 🇮🇹 Wilde Wege, stille Dörfer 🇮🇹 68 giorni con 68 anni 🇮🇹
« Antwort #35 am: Dezember 22, 2017, 21:47:59 Nachmittag »
[Montag 01.10.2018 • Tag 61/68] Montecassino

Nachdem ich jetzt nach fünf Wochen meinen linken Arm und die zugehörige Hand wieder einsetzen darf, hab' mich entschlossen, bei der Rückfahrt von Monte Sant'Angelo nach Assisi einen zusätzlichen Tag in Cassino zu verbringen. Bemerkenswert beim Buchen: die zweite B&B-Übernachtung kostet jetzt 30 € statt nur 18 €. Das Vorausbuchen lohnt sich also doch und ist bei den transparenten Stornierungsregeln von booking.com ziemlich risikolos. Jetzt bleibe ich halt nur vier statt fünf Übernachtungen in Assisi...

Grund ist jetzt nicht nur die Bedeutung des Klosters Montecassino, sondern auch die 'Gustav-Linie'. In diese deutsche Verteidigungslinie quer durch Mittelitalien war Cassino und besonders das exponiert auf einem Berg liegende Kloster involviert. Die Schlacht um Monte Cassino vom 17. Januar bis zum 18. Mai 1944 war mit vier Monaten Dauer eine der längsten und blutigsten Schlachten des Zweiten Weltkrieges mit schweren Verlusten auf beiden Seiten. Das 1300 Jahre alte Benediktinerkloster wurde dabei durch amerikanische Bomben total zerstört und erst nach dem Krieg wieder aufgebaut.

Auf meinem Pilgerweg zum Reformationsjubiläum 2017 habe ich auch drei Konzentrationslager von Nazi-Deutschland erwandert; jetzt sollen es polnische+ und deutsche Kriegsgräber aus dem Zweiten Weltkrieg in der Nähe von Cassino sein. Deshalb der zusätzliche Aufenthaltstag dort.

Rundweg Cassino - deutscher Soldatenfriedhof - polnischer Soldatenfriedhof - Kloster Montecassino - Cassino (↔ 21,3 km • ↑ 782 m • ↓ 782 m)

WW II SACRED ABBEY DESTROYED at MONTE CASSINO 2 of 3 RARE COLOR FILM YouTube-Link 07:41

Mario

+Zitat (Quelle): "In Cassino und Umgebung gibt es fünf Soldatenfriedhöfe. Errichtet wurden sie für britische, französische, italienische, deutsche und polnische Soldaten. Im polnischen Friedhof sind 1.052 Leichname bestattet, zusammen mit den sterblichen Überresten von General Wladyslaw Anders und des damaligen Militärkaplans und späteren Erzbischofs Jozef Gawlina, die beide 1970 verstorben sind.

Das Heer unter dem Kommando von General Wladyslaw Anders hatte den alliierten Truppen den Weg zur Befreiung Italiens von den deutschen Invasoren frei gemacht. Den polnischen Soldaten war es gelungen, die Ruinen der Abtei von Montecassino zu erobern, von der aus die deutschen Soldaten die „Gustav-Linie“ kontrollierten, eine 230 Kilometer lange Barriere, die die italienische Halbinsel in zwei Teile schnitt. Die Gustav-Linie verlief von der Mündung des Garigliano ins Thyrrenische Meer flussaufwärts über den Montecassino bis ins Quellgebiet des Rapido in nahezu 2.000 Metern Höhe, um sich dann über Roccaraso und den Kamm des Apennin nach Casoli hinzuziehen und an der Adria zwischen Ortona und Vasto zu enden.
"

Außerdem: Die Bücher der Sabatinis zeit.de-Link Wo die Gustav-Linie meine Pilgerreise 2018 nahe Pescocostanzo zum ersten Mal schneidet.
« Letzte Änderung: Dezember 23, 2017, 10:18:04 Vormittag von Mario d'Abruzzo »

Mario d'Abruzzo

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Re: 🇮🇹 2018 🇮🇹 Wilde Wege, stille Dörfer 🇮🇹 68 giorni con 68 anni 🇮🇹
« Antwort #36 am: Dezember 23, 2017, 20:45:06 Nachmittag »
Mont-Saint-Michel - Das rätselhafte Labyrinth

arte, 24.12.2017, 16 Uhr Wiederholung

Eine wunderbare Dokumentation über das Michaels-Heiligtum in der Normandie. Besonders schön für mich am Anfang der Sendung, der Bezug zum Monte Gargano, meinem Pilgerziel 2018. Dort ging es 492 los mit der Verehrung des Erzengels Michael, die aus Vorderasien und Nordafrika über Apulien nach Europa gelangte.

Der Bau der christlichen Gebäude auf dem Mont-Saint-Michel startete nach einem Traum des Bischofs erst nach der Herbeischaffung von Michaels-Reliquien vom Monte Gargano...

Auch die nördlichste der großen europäischen Erzengel Michael-Pilgerorte, der St. Michael’s Mount vor der Südwestspitze Cornwalls wird in der Dokumentation erwähnt. Monte Sant'Angelo ist das älteste der Michaelsheiligtümer. Wenn man mit einem Lineal auf der Karte die vier Orte verbindet, dann liegen die tatsächlich auf einer Linie (die 'geheimnisvolle' Michaels-Linie). Was natürlich Quatsch ist, die Erde ist ja keine Scheibe und jede zweidimensionale Kartendarstellung ist verzerrt. Mein GPS-Programm macht das dann auch richtig, indem es Bogen-Linien zur Verbindung zeichnet. Die gestrichelte Verbindungslinie ist aber tatsächlich mit einem 'Lineal' gemacht:

Die 'geheimnisvolle' Michaels-Linie

Mario
« Letzte Änderung: Dezember 24, 2017, 00:53:11 Vormittag von Mario d'Abruzzo »

tsetse

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Re: 🇮🇹 2018 🇮🇹 Wilde Wege, stille Dörfer 🇮🇹 68 giorni con 68 anni 🇮🇹
« Antwort #37 am: Dezember 24, 2017, 07:04:56 Vormittag »
Wenn man mit einem Lineal auf der Karte die vier Orte verbindet, dann liegen die tatsächlich auf einer Linie (die 'geheimnisvolle' Michaels-Linie).

...und die Verlängerung dieser Linie (nicht der Kurve) führt direkt nach Jerusalem...

Von dieser Linie habe ich zum ersten Mal 2013 in der gîte in Saint-Antoine gehört, von einem Paar aus Turin (auch durch diese Stadt führt die Linie), die schon "überall" gepilgert waren, unter anderem eben auch auf dieser Michaelslinie.
Sie erwähnten allerdings auch eine zweite Linie, die Europa von Nordost nach Südwest durchkreuzt. Leider kann ich mich nicht mehr genau erinnern. War es eine Marienlinie nach Fatima? Oder eine Jakobslinie nach Santiago? Oder?
Hat vielleicht schon mal jemand von dieser anderen Linie gehört und weiss, welche Orte sie verbindet?

Liebe Grüße
Christine

Mario d'Abruzzo

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Re: 🇮🇹 2018 🇮🇹 Wilde Wege, stille Dörfer 🇮🇹 68 giorni con 68 anni 🇮🇹
« Antwort #38 am: Dezember 24, 2017, 11:05:10 Vormittag »
Hi Christine,

...und die Verlängerung dieser Linie (nicht der Kurve) führt direkt nach Jerusalem...

das hab' ich grad mal ausprobiert, zwischen dem St Michael's Mount im Nordwesten und Jerusalem im Südosten.

Das stimmt aber weder mit einer Geraden (grün) in der verzerrten zweidimensionalen Darstellung, noch mit der realen kürzesten Verbindung auf einer (annähernden) Kugeloberfläche, also der Kurve (rot), überein.

Weder Monte Sant'Angelo in Apulien, Sacra di San Michele bei Turin oder Mont Saint-Michel in der Normandie werden von diesen Linien berührt. Außerdem, Turin ist schon mal reiner Lokalpatriotismus; wie gesagt, es handelt sich dort um die Sacra di San Michele und die ist mit 25 km ein ganzes Stück westlich von Turin...

Ganz herzliche Weihnachtsgrüße!

Mario
« Letzte Änderung: Dezember 24, 2017, 11:13:12 Vormittag von Mario d'Abruzzo »

Mario d'Abruzzo

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Re: 🇮🇹 2018 🇮🇹 Wilde Wege, stille Dörfer 🇮🇹 68 giorni con 68 anni 🇮🇹
« Antwort #39 am: Dezember 24, 2017, 11:24:20 Vormittag »
Mont-Saint-Mario - Das rätselhafte Labyrinth :-)

In der arte-Mediathek: https://www.arte.tv/de/videos/069092-000-A/mont-saint-michel/

88 Min.
Verfügbar: vom 16. Dezember 2017 bis zum 21. Februar 2018
Nächste Ausstrahlung : Sonntag, 24. Dezember um 16:00

Mario

tsetse

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Re: 🇮🇹 2018 🇮🇹 Wilde Wege, stille Dörfer 🇮🇹 68 giorni con 68 anni 🇮🇹
« Antwort #40 am: Dezember 24, 2017, 13:46:34 Nachmittag »

25 km? Das ist ja nicht mal ein Tagesmarsch. Mario, mach mal die Linie dicker, dann passts ;-)


Mario d'Abruzzo

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Re: 🇮🇹 2018 🇮🇹 Wilde Wege, stille Dörfer 🇮🇹 68 giorni con 68 anni 🇮🇹
« Antwort #41 am: Dezember 25, 2017, 00:22:53 Vormittag »
25 km? Das ist ja nicht mal ein Tagesmarsch. Mario, mach mal die Linie dicker, dann passts ;-)

Haha... Fake lines...

Mario (bei dem nur die Linien dünn sind)

Mario d'Abruzzo

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Re: 🇮🇹 2018 🇮🇹 Wilde Wege, stille Dörfer 🇮🇹 68 giorni con 68 anni 🇮🇹
« Antwort #42 am: Dezember 30, 2017, 12:11:38 Nachmittag »
Attraverso il cuore dell'Abruzzo

In den Abruzzen eine individuelle Tour zu planen ist nicht einfach. Seit dem Erdbeben Ende August 2016 gibt es viele der in Wanderführern (wie dem von Christoph Hennig) angegebenen Unterkünften schlicht nicht mehr. Auch die in GoogleMaps oder anderen Online-Karten angezeigten Quartiere abseits des Mainstreams sind häufig nicht mehr verfügbar. Auf dem Campo Imperatore, sozusagen dem Einstieg in die Bergwelt, ist die Situation aus anderen Gründen völlig unklar. Von den zuständigen Touristeninfos gibt es keinerlei Rückmeldung.

Aus diesen Gründen hab' ich meine Planung überarbeitet und erreiche jetzt mein Zwischenziel, den weiter oben erwähnten Mandelbaum mit weniger Etappen, die dafür jeweils etwas länger ausfallen.

In L'Aquila gibt es jetzt keine Übernachtung mehr, sondern ich fahre bald nach der Ankunft mit dem Bus nach Fonte Cerreto in eine Herberge direkt am Fuße des Aufstieges zum Campo Imperatore. Zuvor versuche ich allerdings noch in L'Aquila das Grab von Coelestin V. in der ganz nahe des Busbahnhofes Collemaggio liegenden Basilica di Santa Maria di Collemaggio zu besuchen. Zitat (Quelle): "S. Maria di Collemaggio ist eine große romanisch-frühgotische Kirche in L’Aquila, berühmt für ihre Architektur, die außergewöhnliche Fassade im Schmuckkästchenstil aus roten und weißen Steinen und das Grab des Ordensgründers und Papstes Coelestin V., der die Kirche gründete. Sie liegt malerisch am Rande der Stadt in einem Park. Als ehemalige Hauptkirche der Ordensgemeinschaft der Coelestiner gehörte sie zu einem Klostergebäude, von welchem heute noch der Kreuzgang und Reste des Refektoriums zu sehen sind. Die Kirche trägt den Titel einer Basilica minor."

Am nächsten Tag, dem 22. August 2018, geht es dann hoch auf den Campo Imperatore (2.100 m) und zwar auf einer etwas sanfteren Route als 2016. Weil die Unterbringung aber zumindest heute noch unklar ist, sowohl beim Hotel Campo Imperatore als auch beim gleichnamigen Rifugio, geht es zum Übernachten noch ein bisschen weiter hoch zum Rifugio Duca degli Abruzzi+ (2.388 m). Vielleicht hab' ich dann auch endlich mal das Glück einer schönen Fernsicht...

Weiter dann in zwei Etappen über Castel del Monte zu besagtem Baumhaus nahe Corvara :-) Übrigens, diese Ortschaft Castel del Monte in den Abruzzen darf aber nicht mit dem gleichnamigen Bauwerk Friedrich II. in Apulien verwechselt werden.

Die vier angesprochenen Etappen im Einzelnen:


Con i migliori auguri di Capodanno!

Mario

+Zumindest von unten gesehen hab' ich dieses Rifugio schon 2016 vom Hotel Campo Imperatore aus. [Bild 1] [Bild 2]
« Letzte Änderung: Dezember 30, 2017, 12:33:53 Nachmittag von Mario d'Abruzzo »

Mario d'Abruzzo

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Un po di statistiche...

Inzwischen sind von den 67 Übernachtungen rund 60 fest. Daher hab ich mal ne ungefähre Statistik erstellt:

Für die 60 Lauftage ergibt sich damit:

(↔ 1.037 km • ↑ 37.074 m • ↓ 38.602 m)

Pro Lauftag ergibt sich im Durchschnitt also

(↔ 17 km • ↑ 618 m • ↓ 640 m)

Allen ein gutes Jahr 2018!

Mario
« Letzte Änderung: Januar 01, 2018, 16:49:45 Nachmittag von Mario d'Abruzzo »

Mario d'Abruzzo

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Bei meiner Planung hat sich wieder mal was geändert. Schuld daran ist Facebook und die Gruppe Majellando. Die bringen immer solche unwiderstehlichen Videos; jetzt schon zum zweiten Mal...

Diesmal geht es um eine Schlucht im Massiv der Majella, die

Gole di Fara San Martino.

Um die einzubinden, konnte ich den anschließenden Aufenthalt nahe Sulmona weglassen, so dass ich einen zusätzlichen Tag habe. Gestartet wird vom B&B Santo Spirito aus. Nach dem Felsenkloster Eremo di Santo Spirito a Majella biege ich vom Sentiero dello Santo Spirito für drei Tage ab, übernachte im Rifugio Bruno Pomilio Rapino (wollte gerade 'Promillo' tippen) und am erreiche dann am nächsten Tag den Ausgangspunkt für die Schlucht, nämlich Fara San Martino. Dann geht es durch die Schlucht mit der Ruine einer Einsiedelei und weiter wohl dem (unterirdischen?) Bachlauf folgend, 2.498 Höhenmeter hinauf zum Rifugio Ciro Manzini. Auch möglich wären 200 weitere Höhenmeter um endlich mal in so einer stählernen Biwakschachtel, dem Bivacco Cesare Mario Pelino, zu übernachten. Ich hab das alles auf meiner Übersichtsseite für 2018 aufgeführt.

Aber, ob ich das überhaupt schaffen kann? Im Berg bin ich wirklich eine Schnecke; dann hab' ich mit 'richtigen' Bergen, also allem über 2.000 m, überhaupt keine Erfahrung und jünger werd' ich auch nicht...

Hier die Karte zur Übersicht. Wie immer, 'Rot' bedeutet Standardroute, 'Magenta' Alternativroute.

Mario
« Letzte Änderung: Januar 17, 2018, 00:26:48 Vormittag von Mario d'Abruzzo »