Autor Thema: Pilgerzeit und Finanzielles  (Gelesen 1121 mal)

Kohelet

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Pilgerzeit und Finanzielles
« am: September 20, 2017, 19:33:43 Nachmittag »
Guten tag Ihr Lieben!

Eine Freundin und ich planen 3 Wochen lang den Olavsweg zu gehen . Startpunkt soll Oslo sein.
Der Zeitpunkt : grob Mitte Juli bis Mitte August 2018.
Ich hätte ein paar Fragen dazu( wir sind noch in der absoluten Grobplanung):
- Ist das generell eine gute Zeit für den Olavsweg ( Ferien , Wetter, Urlaubszeit, Temperaturen, Regen......) ?
- Was denkt Ihr wie viel Geld sollte man /frau als Tagesbudget anvisieren? ( Ich höre immer wieder , dass das Land so besonders teuer wäre)
- Mit 3 Wochen Gehzeit müssten wir eine oder mehere Etappen fahren. Hat jemand eine Idee welche Strecke hierfür Sinnvoll wäre?
- Würde es Sinn machen ein Zelt mitzunehmen  ( die Nächte werden wohl trotzallm eher kälter ......)

Vielleicht der/die eine oder andere/r uns dabei helfen- das wäre super nett!  Vielen dank!

Kohelet

elskling

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Re: Pilgerzeit und Finanzielles
« Antwort #1 am: September 24, 2017, 14:51:54 Nachmittag »
Hallo Kohelet,

erst einmal herzlichen Glückwunsch zu eurem Plan! Eine gute Entscheidung! Ich war dieses Jahr zur selben Zeit auf dem Olavsweg unterwegs und ich fand die Zeit in jeder Hinsicht gut. Die Saison ist ja sowieso kurz. Als Tagesbudget finde ich im Durchschnitt 50 € realistisch, wobei die Ausgaben wirklich sehr unterschiedlich waren. Wenn man sich komplett selbst verpflegt, kommt man oft auch mit weniger aus.
Wenn Ihr innerhalb von 3 Wochen wirklich bis nach Trondheim wollt, würde ich dazu raten, erst in Hamar loszulegen. Auch dann müsstet Ihr vielleicht noch einzelne Etappen mit dem Zug oder Bus fahren, aber der Abschnitt zwischen Oslo und Hamar soll nicht ganz so reizvoll sein. Ich selbst bin in Hamar gestartet und fand das gut so. Der Zug vom Flughafen Oslo Gardermoen fährt nur etwa eine Stunde.
Ein Zelt ist nicht notwendig, aber eben dann sinnvoll, wenn man sehr flexibel sein will und/oder Geld sparen möchte. Allerdings wird das Gepäck dann natürlich richtig schwer... Da muss jeder schauen, wo seine Prioritäten sind.
Viel Spaß bei der Planung!

Christina

waradski

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Re: Pilgerzeit und Finanzielles
« Antwort #2 am: September 25, 2017, 23:41:37 Nachmittag »
Hallo Kohelet,
ich war vom 24. Juni bis 25. Juli 2016 auf dem Olavsweg
Das Wetter überhaupt war gedanklich immer mein größtes Problem, Was nehme ich mit auf den Weg, wird es recht kalt, regnet es jeden Tag, halten meine Schuhe den vielen Regen aus, und und und?

Und was war es? Zweimal hatte ich zeitweise meinen Poncho an, hie und da gab es immer wieder mal für 10 oder 20 Minuten einen Regenschauer, wenige waren auch länger, die hat dann aber mein kleiner Schirm abgehalten … und schon kam auch wieder die Sonne, oder es blieb danach zumindest trocken. ... und es gab sogar heiße Tage ☺, aber die kühleren hatten doch eher die Oberhand. Der liebe Gott hat mir ein gutes Wander- oder Pilgerwetter beschert.
 
Ferien? … ich wusste nicht wann die sind. Aber zur damaligen Situation - allzu viel Menschen habe ich unterwegs nicht getroffen. Von Oslo bis Hamar waren die Herbergen kaum belegt. Zwischen Hamar und Lillehammer waren es ein paar mehr. Ab dem Dovre-Fjell wurde es einmal sogar sehr eng, weil ich gerade noch knapp ein Bett bekam. Diese Etappe ist doch für viele das „Sahnehäubchen“ und wird dementsprechend stärker frequentiert. Aber soll man davon etwas ableiten???

Geld? Ich habe im Durchschnitt, ohne Anreise, 58,- €/Tag benötigt. Grundsätzlich ist Norwegen (für Deutsche) natürlich ein teures Land. Ich war ohne Zelt unterwegs und ich habe versucht mit meinem Etat zu haushalten – mal zum Essen gehen und dann auch mal wieder selber kochen.

Welche Etappen soll man auslassen – ein schwieriges Thema. Ich möchte keinen Tag missen und war manche Etappe auch nicht das Highlight, so war doch auch hier fast immer ein Stück Weg dabei, das einfach schön war.
Um zu einem Ziel zu kommen – ich würde vielleicht die Etappen bis Eidsvoll auslassen und dann hie und da ein Stück Weg zwischen Hamar und Lillehammer oder mal eine Etappe im Gudbrandsdal.
Das Fjell und die Wege danach würde ich nicht auslassen ….. aber jeder sieht das anders. Eine Empfehlung könnte auch sein, vom Stein Verlag den Wanderführer „Olavsweg“ hernehmen, die Etappen studieren und sondieren.

Na dann, einen guten Weg

Walter

Despacito

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elsie

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Re: Pilgerzeit und Finanzielles
« Antwort #4 am: November 08, 2017, 09:35:26 Vormittag »
Ich plane auch grad für 2018. Ist es an Pfingsten (ca.20.Mai) noch zu früh zu starten? Ich wollte halt die Feiertage ausnutzen, dann ist ja bis 15.8. keiner mehr. Wann kann man ungefähr damit rechnen, dass die Berge schneefrei sind? 

⛵️2santiago

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Re: Pilgerzeit und Finanzielles
« Antwort #5 am: November 08, 2017, 11:21:09 Vormittag »
Ich plane auch grad für 2018. Ist es an Pfingsten (ca.20.Mai) noch zu früh zu starten? Ich wollte halt die Feiertage ausnutzen, dann ist ja bis 15.8. keiner mehr. Wann kann man ungefähr damit rechnen, dass die Berge schneefrei sind?


Hallo elsie!

Ende Mai kann in den nördlicheren Abschnitten des Olavsweges noch Schnee liegen (insbesondere ab Dovrefjell und weiter nördlich davon).

Es kommt aber nicht darauf an, dass die Berge (Gipfel) eis- und schneefrei sind, sondern weitestgehend der Weg.
Im Fall des Falles müsstest Du eben der Straße (E6) folgen.
Nicht angenehm und nicht ungefährlich, aber möglich.

Ich war im August/September 2012 auf dem Weg und hatte Anfang September Wintereinbruch zwischen Hjerkinn und Oppdal.
Temperaturen um den Gefrierpunkt und leichten Schneefall.
Hinter Oppdal war wieder alles gut.
Treffen kann es Dich immer.

Good tur :-)
Ove

elsie

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Re: Pilgerzeit und Finanzielles
« Antwort #6 am: November 08, 2017, 19:00:37 Nachmittag »
Danke, das ist sehr hilfreich. Bis ich da oben wäre, dürfte es aber auch schon Juni sein, und ich hab gesehen, dass dann auch die Unterkünfte normal offen haben. Vielleicht ein gutes Zeichen?! Dass es einen irgendwie immer erwischen kann, ist klar ;-)