Autor Thema: Franziskusweg - wieviel Planung ist notwendig ?  (Gelesen 1371 mal)

jole99

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Re: Franziskusweg - wieviel Planung ist notwendig ?
« Antwort #15 am: November 28, 2017, 22:34:30 Nachmittag »
Guten Abend in die Runde,

habe mich mittlerweile entschieden - es wird der Franziskusweg.
Vielleicht hat das viele Lesen hier im Forum mir genug Informationen verschafft, dass ich mich entschieden habe. Oder es ist - wie Andrea es beschreibt: Dieser Weg ruft mich?!!

Als nächstes gilt es, den Startpunkt und damit den ersten Teil der Route festzulegen. Habe den vielen Posts von Mario entnommen, dass er den Start in Dovadola und diese Route Richtung Assisi bevorzugt.
Teilen andere diese Meinung und was spricht für die Route ab Firence?

Übrigens, mein ursprünglicher Titel, wieviel Planung denn notwendig sei, hat sich in Bezug auf die Übernachtungen mittlerweile weitestgehend beantwortet. Ich werde versuchen, den richtigen Mix zwischen Planung und Treiben lassen zu finden. Im Endeffekt ist es eine kleine Übung -  das zu Nehmen, was das Leben einem grade bietet. Genau wie jeden Tag ...

Mittlerweile erscheint mir das Thema Planung in einem anderen Licht. Ich realisiere jetzt, wieviel Vorbereitung, Informationsbeschaffung etc. notwendig ist und wieviel Zeit dies benötigt.

Neben dem Lesen hier im Forum hab ich mir als erstes das Buch der Ochsenkühns besorgt. "Leben atmen" - dieser Titel hat mich durchaus angesprochen. Habe mich jetzt durch die ersten 130 Seiten gekämpft, und viel über Partnerschaftsprobleme, Essen und Alltagsgedanken erfahren.
Hat euch dieses Buch wirklich weitergeholfen und informiert? Muss ich einfach alles durchlesen und mir das heraussuchen, was informativ und hilfreich ist? Meine Haltung zum Buch ändern? Oder mir einfach ein anderes kaufen?

Würde mich sehr freuen, weitere Tipps und Infos zu diesem Weg und euren Erfahrungen und Sichtweisen zu bekommen.

buona notte - Jochen

ಆಂಡ್ರಿಯಾ

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Re: Franziskusweg - wieviel Planung ist notwendig ?
« Antwort #16 am: November 29, 2017, 02:06:58 Vormittag »
Jochen, ich bin den Weg ab Florenz gegangen und fand diesen Start - trotz tagelangem Regen - wunderschön. Und die Anreise war total unkompliziert. Aber auch die Strecke ab Dovadola soll sehr schön sein.

Einen Mix zwischen Planung und treiben lassen finde ich für den Franziskusweg prima. Die Vorbereitungen machen ja auch immer irgendwie Spaß, finde ich. Übertreib's aber nicht :-) Das ist nicht notwendig.

Also ich weiß nicht, wer dir die Ochsenkühns ans Herz gelegt hat, ich war's sicher nicht. Aber total falsch liegst du mit keinem der gängigen Büchlein. Sie sind halt unterschiedlich aufgebaut, haben unterschiedliche Schwerpunkte und beschreiben zum Teil nicht die exakt identische Route, aber funktionieren werden sie alle. Bald kommt ja auch der neue Rother raus, auf den bin ich auch schon gespannt.

Buon Cammino e tanti saluti, 
Andrea
A girl without braids
is like a city without bridges.

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Mario d'Abruzzo

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Re: Franziskusweg - wieviel Planung ist notwendig ?
« Antwort #17 am: November 29, 2017, 10:23:32 Vormittag »
hi jochen,

Neben dem Lesen hier im Forum hab ich mir als erstes das Buch der Ochsenkühns besorgt. "Leben atmen" - dieser Titel hat mich durchaus angesprochen. Habe mich jetzt durch die ersten 130 Seiten gekämpft, und viel über Partnerschaftsprobleme, Essen und Alltagsgedanken erfahren.

ach herrjeh, dieses buch ist aber kein führer für den franziskusweg.

erst nach dem simone und anton ochsenkühn mit hilfe von roodenburgs führer auf dem weg von assisi nach rom ihre eheprobleme lösen konnten, und nur darüber berichtet (fast schon irritierend intim) das 'leben atmen'-buch, kamen sie auf die idee, im folgenden jahr auch von florenz nach assisi zu wandern und diese beiden touren auch mit gps-daten und einem eigenen buch zu dokumentieren. köstlich, simones entrüstung, dass sie nur drei shirts dabei haben kann und über das typisch italienische süße frühstück ohne gesunde rohkost wie karotte oder tomate.

wichtiger als einer der austauschbaren führer wäre es eigentlich, sich vorher mit franz von assisi und seinem von der amtskirche verbreitenden bild kritisch zu beschäftigen. dann kann es ein richtiger 'franziskusweg' werden. ansonsten nennt er sich halt nur so und ist wohl lediglich ein schöner weg durch die berge des apennin.

die von den hier im forum genannten führern beschriebenen routen florenz → la verna sind erfindungen von nicht-italienern. franziskus ist für viele italiener eine wichtige persönlichkeit und nur wenige dürften auf die idee kommen, eine touristen-metropole wie florenz mit franziskus in verbindung zu bringen. es gibt da allerdings eine ausnahme: 100 km a piedi de firenze a la verna, die aber wiederum wohl hauptsächlich italienern bekannt sein dürfte.

mario

edit: auf den neuen rother-wanderführer vom mai 2018 bin ich auch gespannt. für die vorbereitung eignen sich alle führer. für unterwegs finde ich den ochsenkühn-führer inzwischen zu klobig. da ist der roodenburg trotz seiner billig-karten handlicher. den sandy brown-führer hab ich nur als kindle-version, da kann ich die handlichkeit nicht beurteilen. bei dovadola-assisi, dem cammino di assisi, gibt es für jede etappe ein gutes infoblatt. das ist bis assisi auch die preisgünstigte variante...
« Letzte Änderung: November 29, 2017, 14:21:47 Nachmittag von Mario d'Abruzzo »