Autor Thema: Franziskusweg - wieviel Planung ist notwendig ?  (Gelesen 2756 mal)

jole99

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Re: Franziskusweg - wieviel Planung ist notwendig ?
« Antwort #15 am: November 28, 2017, 22:34:30 Nachmittag »
Guten Abend in die Runde,

habe mich mittlerweile entschieden - es wird der Franziskusweg.
Vielleicht hat das viele Lesen hier im Forum mir genug Informationen verschafft, dass ich mich entschieden habe. Oder es ist - wie Andrea es beschreibt: Dieser Weg ruft mich?!!

Als nächstes gilt es, den Startpunkt und damit den ersten Teil der Route festzulegen. Habe den vielen Posts von Mario entnommen, dass er den Start in Dovadola und diese Route Richtung Assisi bevorzugt.
Teilen andere diese Meinung und was spricht für die Route ab Firence?

Übrigens, mein ursprünglicher Titel, wieviel Planung denn notwendig sei, hat sich in Bezug auf die Übernachtungen mittlerweile weitestgehend beantwortet. Ich werde versuchen, den richtigen Mix zwischen Planung und Treiben lassen zu finden. Im Endeffekt ist es eine kleine Übung -  das zu Nehmen, was das Leben einem grade bietet. Genau wie jeden Tag ...

Mittlerweile erscheint mir das Thema Planung in einem anderen Licht. Ich realisiere jetzt, wieviel Vorbereitung, Informationsbeschaffung etc. notwendig ist und wieviel Zeit dies benötigt.

Neben dem Lesen hier im Forum hab ich mir als erstes das Buch der Ochsenkühns besorgt. "Leben atmen" - dieser Titel hat mich durchaus angesprochen. Habe mich jetzt durch die ersten 130 Seiten gekämpft, und viel über Partnerschaftsprobleme, Essen und Alltagsgedanken erfahren.
Hat euch dieses Buch wirklich weitergeholfen und informiert? Muss ich einfach alles durchlesen und mir das heraussuchen, was informativ und hilfreich ist? Meine Haltung zum Buch ändern? Oder mir einfach ein anderes kaufen?

Würde mich sehr freuen, weitere Tipps und Infos zu diesem Weg und euren Erfahrungen und Sichtweisen zu bekommen.

buona notte - Jochen

ಆಂಡ್ರಿಯಾ

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Re: Franziskusweg - wieviel Planung ist notwendig ?
« Antwort #16 am: November 29, 2017, 02:06:58 Vormittag »
Jochen, ich bin den Weg ab Florenz gegangen und fand diesen Start - trotz tagelangem Regen - wunderschön. Und die Anreise war total unkompliziert. Aber auch die Strecke ab Dovadola soll sehr schön sein.

Einen Mix zwischen Planung und treiben lassen finde ich für den Franziskusweg prima. Die Vorbereitungen machen ja auch immer irgendwie Spaß, finde ich. Übertreib's aber nicht :-) Das ist nicht notwendig.

Also ich weiß nicht, wer dir die Ochsenkühns ans Herz gelegt hat, ich war's sicher nicht. Aber total falsch liegst du mit keinem der gängigen Büchlein. Sie sind halt unterschiedlich aufgebaut, haben unterschiedliche Schwerpunkte und beschreiben zum Teil nicht die exakt identische Route, aber funktionieren werden sie alle. Bald kommt ja auch der neue Rother raus, auf den bin ich auch schon gespannt.

Buon Cammino e tanti saluti, 
Andrea
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Mario d'Abruzzo

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Re: Franziskusweg - wieviel Planung ist notwendig ?
« Antwort #17 am: November 29, 2017, 10:23:32 Vormittag »
hi jochen,

Neben dem Lesen hier im Forum hab ich mir als erstes das Buch der Ochsenkühns besorgt. "Leben atmen" - dieser Titel hat mich durchaus angesprochen. Habe mich jetzt durch die ersten 130 Seiten gekämpft, und viel über Partnerschaftsprobleme, Essen und Alltagsgedanken erfahren.

ach herrjeh, dieses buch ist aber kein führer für den franziskusweg.

erst nach dem simone und anton ochsenkühn mit hilfe von roodenburgs führer auf dem weg von assisi nach rom ihre eheprobleme lösen konnten, und nur darüber berichtet (fast schon irritierend intim) das 'leben atmen'-buch, kamen sie auf die idee, im folgenden jahr auch von florenz nach assisi zu wandern und diese beiden touren auch mit gps-daten und einem eigenen buch zu dokumentieren. köstlich, simones entrüstung, dass sie nur drei shirts dabei haben kann und über das typisch italienische süße frühstück ohne gesunde rohkost wie karotte oder tomate.

wichtiger als einer der austauschbaren führer wäre es eigentlich, sich vorher mit franz von assisi und seinem von der amtskirche verbreitenden bild kritisch zu beschäftigen. dann kann es ein richtiger 'franziskusweg' werden. ansonsten nennt er sich halt nur so und ist wohl lediglich ein schöner weg durch die berge des apennin.

die von den hier im forum genannten führern beschriebenen routen florenz → la verna sind erfindungen von nicht-italienern. franziskus ist für viele italiener eine wichtige persönlichkeit und nur wenige dürften auf die idee kommen, eine touristen-metropole wie florenz mit franziskus in verbindung zu bringen. es gibt da allerdings eine ausnahme: 100 km a piedi de firenze a la verna, die aber wiederum wohl hauptsächlich italienern bekannt sein dürfte.

mario

edit: auf den neuen rother-wanderführer vom mai 2018 bin ich auch gespannt. für die vorbereitung eignen sich alle führer. für unterwegs finde ich den ochsenkühn-führer inzwischen zu klobig. da ist der roodenburg trotz seiner billig-karten handlicher. den sandy brown-führer hab ich nur als kindle-version, da kann ich die handlichkeit nicht beurteilen. bei dovadola-assisi, dem cammino di assisi, gibt es für jede etappe ein gutes infoblatt. das ist bis assisi auch die preisgünstigte variante...
« Letzte Änderung: November 29, 2017, 14:21:47 Nachmittag von Mario d'Abruzzo »

jole99

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Re: Franziskusweg - wieviel Planung ist notwendig ?
« Antwort #18 am: Januar 07, 2018, 23:17:06 Nachmittag »
Buona Sera an Alle,

meine Planung nimmt peu à peu Formen an und natürlich lese ich hier die aktuellen und auch die älteren Beiträge, um möglichst keine schon diskutierten und beantworteten Fragen zu stellen.

Fix ist mittlerweile, dass ich Mitte Mai starten will und mir bis zu 6 Wochen, also bis etwa Ende Juni, Zeit nehmen werde. Strecke: Florenz (mit 2 Tagen Aufenthalt) nach Rom.

Und schon tauchen einige Fragen auf, die vielleicht einige Menschen aus dieser Runde beantworten können:

1. Start von Florenz
Für die ertsen 2 Etappen schwebt mir die Route von Florenz nach Pontassieve und anschließend nach Consuma vor. Ich habe mich hier (und auch darüber hinaus) an den Beiträgen von Shabanna orientiert, die ja leider nicht mehr in diesem Forum unterwegs ist.

Wer kann mir hier Tipps zur Streckenführung / Wegbeschreibung geben ? Meine beiden Führer (Ochsenkühn und Outdoor) sind auf dieser Strecke ja nicht unterwegs,

2. Klamotten bzw. Wetter
Natürlich gibt es Packlisten wie Sand am Meer, und mein Ziel ist es, wirklich nur das Nötigste mitzunehmen. Aber ich habe den Eindruck, das ich im Mai - Juni auf diesem Weg von 5 bis 25 Grad alles erwarten muß. Was braucht man - T-Shirts, Fleece-Jacke, kurze Hosen oder lange Hosen - oder muß man auf alle Eventualitäten vorbereitet sein? Wer hat Erfahrungen in dieser Jahreszeit und kann hier Tipps geben?

3. Übernachtungen, die man nicht verpassen sollte
Welche Plätze zum Übernachten bieten mehr, als ein (hoffentlich) einigermaßen sauberers Bett für ein paar Stunden Schlaf. Soll heißen, welche Plätze sind in Sachen Spiritualität, Natur und Landschaft oder auch Gastfreundschaft so besonders, dass ich sie in meiner Planung auf jeden Fall berücksichtigen sollte?

Ich würde mich sehr über Feedback und Meinungen freuen und auch darauf, nach meiner ersten Pilgertour in diesem Forum nicht nur Fragen zu stellen, sondern andere auch an meinen Erfahrungen teilhaben zu lassen.

Buona Notte - Jochen

« Letzte Änderung: Januar 07, 2018, 23:52:24 Nachmittag von jole99 »

Mario d'Abruzzo

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Re: Franziskusweg - wieviel Planung ist notwendig ?
« Antwort #19 am: Januar 08, 2018, 00:49:30 Vormittag »
Für die ersten 2 Etappen schwebt mir die Route von Florenz nach Pontassieve und anschließend nach Consuma vor. Ich habe mich hier (und auch darüber hinaus) an den Beiträgen von Shabanna orientiert, die ja leider nicht mehr in diesem Forum unterwegs ist.

Doch, doch, Shabanna ist im Forum aktiv: sie heißt Andrea und schreibt sich jetzt ಆಂಡ್ರಿಯಾ (s.o.).

Mario

jole99

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Re: Franziskusweg - wieviel Planung ist notwendig ?
« Antwort #20 am: Januar 08, 2018, 10:07:10 Vormittag »
... ach herjeh ... da hät ich auch selber drauf kommen können ... eine gewisse Ähnlichkeiit der Beiträge war mir durchaus aufgefallen.

Hallo Andrea (aber auch alle Anderen) - würde mich sehr über weitere Anregungen+ Vorschläge freuen.

LG - Jochen

arnulf2012

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Re: Franziskusweg - wieviel Planung ist notwendig ?
« Antwort #21 am: Januar 08, 2018, 14:26:30 Nachmittag »
Von Florenz kann man wunderschön über Villamagna bis Bonbone laufen, dann weiter über Rignano, San Ellero zum Paso della Consumo. Der Weg führt über kleine, kaum befahrene Landstraßen (Ausnahme Rignano bis San Ellero) oder Wanderwege.

http://arnulf-blecken.de/muenchen-rom-etappen/etappe-5-florenz-assisi-278-km/

ಆಂಡ್ರಿಯಾ

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Re: Franziskusweg - wieviel Planung ist notwendig ?
« Antwort #22 am: Januar 08, 2018, 20:19:37 Nachmittag »
@Jochen: Wie nett, dass du mich vermisst hast :-)

Aaaalso ... das, was Arnulf "unten rum" gegangen ist, bin ich quasi "oben rum" gegangen. Wunderschön - in den Olivenhainen und auf kleinen Wegen und Sträßchen, mit tollen Ausblicken auch rückwärts auf Florenz.

Ich bin am Abend meiner Ankunft in Florenz noch die ersten 5 Kilometerchen zum Ostello Villa Camerata gepilgert, weil es direkt am Weg liegt, am Rande der großen Stadt, und man am nächsten Morgen direkt in die Natur abtauchen kann. Allerdings wirst du im Netz fast nur schlechte Bewertungen dieses Hostels finden, und das nicht ganz zu Unrecht. Eigentlich schade, denn es ist ein wunderschönes Anwesen dort oben, leider heruntergewirtschaftet.

Alleine pilgernden Frauen würde ich sogar ausdrücklich abraten, dort zu übernachten. Ich weiß nicht, wie die Verhältnisse dort heute sind, aber 2016 waren nur wenige Zimmer für Wanderer/Pilger/Urlauber frei, das ganze restliche große Haus war vollgestopft mit jungen männlichen Geflüchteten, die sich dort langweilten.

Die erste Etappe bis Pontassieve ist von Florenz (Innenstadt) aus 23,8 km lang. Ich fand sie perfekt zum "Warmlaufen", da doch schon ein paar Höhenmeter zu bewältigen sind. Auf den Consuma-Pass geht's ja dann am nächsten Tag (17,8 km) :-)

Die Etappe, die ich gegangen bin, ist nicht markiert. Sandy Brown hat sie in seinem Büchlein "The Way of St. Francis" Schritt für Schritt beschrieben (allerdings auf Englisch). Ich hatte zusätzlich noch seine Tracks geladen. Verlaufen war nicht möglich.

Ich weiß nicht, ob du dir eh sein Buch besorgen willst. Wenn ja, dann achte drauf, dass wohl momentan auf Amazon noch die Urspungsfassung aus 2015 verkauft wird. Dann brauchst du die Updates. Beim Verlag kriegst du das neu aufgelegte Büchlein von 2017.

Aber jetzt kommt ja bald der neue Rother raus. Da wird ja auch in Florenz losgegangen.

Ich war übrigens - genau wie du es vorhast - im Mai unterwegs. Tatsächlich musst du dich wettermäßig auf alle Eventualitäten vorbereiten. Die erste Woche hatte ich nur Starkregen, Wildschweine, knöcheltiefen Matsch und nach La Verna bin ich mehr geschlittert als gepilgert. Was war ich froh an meinen guten warmen Klamotten und meinen Stöcken! Später hatte ich aber noch wunderschönes Sommerwetter. Ach, wenn ich an Assisi denke, da sind wir wirklich bis spät in die Nacht im T-Shirt auf dem großen Platz gesessen und haben Wein getrunken und erzählt. Der Mai mit seinen Feiertagen hatte es auch an sich, dass einige Pilger unterwegs waren (die meisten waren Deutsche) und man abends in den Herbergen fast immer nette Gesellschaft hatte.

Empfehlen (bis Spoleto) kann ich viele Unterkünfte, aber ein paar gab es, da fühlte ich mich "zuhause", da waren Menschen, die das Herz auf dem rechten Fleck hatten. Oft waren es Menschen, die selbst schon gepilgert sind, die mich ansahen und wussten, was ich brauche. Ein Glas Wasser, ein Schulterklopfen, ein "come stai?", ein Lächeln oder einfach ein bisschen Ruhe (oder eine Heizung!). Meinst du so welche?

Dann merk dir z. B. das B&B TAO in Citerna, die Schwestern in Gubbio (Istituto maestre Pier Filippini), die Foresteria di Santa Maria dei servi in Sansepolcro und das Monastero Santa Chiara in Trevi. Und natürlich Emanuela (B&B Villa Massaccesi) in Spoleto, der ich viel zu verdanken habe.

In Assisi kann man nicht immer bei den deutschen Schwestern übernachten. Oft sind die ausgebucht, dann schicken sie die Pilger in ein B&B in der Via San Gregorio, was aber nicht sonderlich empfehlenswert ist. Inzwischen gibt es ja die Herberge Spedale di san Francesco e Giacomo, geleitet von der Confraternita. Ich war (auf der VF) schon in mehreren Herbergen der Confraternita, und mir würde nicht einfallen, eine von denen auszulassen :-)

Jochen, wenn du noch Genaueres wissen willst oder ich dir sonstwie helfen kann, meld dich.

Ich schick dir ganz viele Grüße & tanti saluti,
Andrea

P.S.: Hm, lese grade, dass wohl die Herberge der Confraternita in Assisi schon letztes Jahr im Juni (kurze Zeit nach der Eröffnung) wieder geschlossen und wohl bis heute nicht mehr geöffnet hat. Weiß jemand was?
« Letzte Änderung: Januar 08, 2018, 21:09:35 Nachmittag von ಆಂಡ್ರಿಯಾ »
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pellegrina

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Re: Franziskusweg - wieviel Planung ist notwendig ?
« Antwort #23 am: Januar 08, 2018, 21:12:13 Nachmittag »
Mein spiritueller Tipp: Informiere dich, welche Orte mit Franziskus zu tun haben und lass dir dann Zeit für sie. Im Outdoor-Führer steht nur wenig dazu. In Poggio Bustone unbedingt hochgehen zur Einsiedler-Höhle mit Kapellchen, 300 m oberhalb des Klosters.

Zwei Übernachtungstipps in Klöstern mit franziskanischer Geschichte, beide gegen Spende und ohne Verpflegung:
La Foresta, Convento Francescani Minori (eigentlich kein Kloster, sondern eine Lebensgemeinschaft, die auch ehemalige Drogenabhängige resozialisiert)
+39 0746 200085.

Fonte Colombo Convento
+39 0746 2101-25 Fra Marco 12:30-13:00, 20:00-20:30
SantuarioFonteColombo@gmail.com
www.SantuariValleSanta.com/portfolio/fonte-colombo

Wir haben uns bei beiden Orten angemeldet, aber vielleicht geht es auch spontan. Es gibt bei beiden viel Platz.

« Letzte Änderung: Januar 08, 2018, 21:21:24 Nachmittag von pellegrina »
Haustür-Le Puy-Santiago-Fisterra
Ökumenischer Pilgerweg-Fulda-Trier
Haustür-Genfer See-Via Francigena-Assisi
Haustür-Vézelay

Erika

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Re: Franziskusweg - wieviel Planung ist notwendig ?
« Antwort #24 am: Januar 08, 2018, 21:18:20 Nachmittag »
Hallo, Jochen,

Wir sind ja rückwärts gelaufen, das heißt von Rom nach Florenz.
Haben uns für den unteren Weg entschieden, wie Arnulf.
Florenz - Fonisterni, tolles BnB, in S. Ellero gibt es einen Gehweg, nicht gefährlich wie die Ochsenkühns beschreiben.
Landschaftlich wirklich schön, weil man lange auf Florenz hinab schauen kann. Aus der Stadt heraus zunächst am linken Arnoufer entlang.
Unterkünfte
sehr herzlich mit leckerem Abendessen und reichem Frühstücksbuffet das BnB in Fonisterni
ebenfalls das BnB Silvia in Biforco
unbedingt Santuario La Verna, einfach genießen, vorher buchen
wir haben die Route von Serracholi genommen, über die beiden Pässe, herrlicher Ausblick,
das Gästehaus in Montecasale ist geschlossen, Mario hat da sicher Tipps wie Du oben weiter laufen und wo man übernachten kann
BnB Ca Matra in Lama, sehr gastfreundlich,
Santa Croce in Assisi, die deutschen Schwestern hier sind herzlich und sehr hilfsbereit, es gibt leckeres Abendessen und reichlich Nachschlag, sie nehmen aber nur für mindestens zwei Nächte auf, sollte man auch einplanen
falls man Dich ans Gästehaus Martini vermittelt, ablehnen, haben ebenso schlechte Erfahrungen wie Andrea gemacht
Piccolo San Damiano in Spello, nette ältere Schwestern, renovierte Zimmer, leckeres Abendessen
Agriturismo Bartolli in Patrico ist ein Muss
Kloster in Poggio Bustone und Fontecolombo, in Toricella in Sabina und Farfa in Sabina

Zum Wetter
Oben in La Verna kann es noch ziemlich kalt sein
waren April und Mai unterwegs, da hat es noch oft geregnet


Viel Spaß
Kerstin und Hans-Jürgen


jole99

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Re: Franziskusweg - wieviel Planung ist notwendig ?
« Antwort #25 am: Januar 08, 2018, 22:51:22 Nachmittag »
Wow! Vielen Dank an Alle für die schnellen Antworten, dass muss ich erstmal verarbeiten.

Bin ein Fischkopp und Italien ist weit weg, soll heißen, ich muß erstmal raussuchen, wo sich die Empfehlungen zum Übernachten genau befinden und wann ich dort ungefähr ankommen werde.

Wie sich das Wetter mit scheinbar 3 möglichen Jahreszeiten im Mai mit meinem Vorsatz "Reisen mit leichtem Gepäck - 7 - 8 kg ?!" vereinbaren läßt weiß ich auch noch nicht ???

Auf jeden Fall bin ich echt beeindruckt, das für viele hier im Forum die Themen Pilgern - Outdoor - Spiritualität - ... wohl ein zentraler Lebensmittelpunkt sind, mit denen man sich beschäftigt und auch anderen mit Informationen und Tipps gerne und schnell weiterhilft. Das fühlt sich gut an !

Liebe Grüße und Gute Nacht aus dem kalten Norden
Jochen

Mario d'Abruzzo

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Re: Franziskusweg - wieviel Planung ist notwendig ?
« Antwort #26 am: Januar 09, 2018, 00:48:02 Vormittag »
Hi Kerstin,

schöne Aufstellung von Dir, muss ich mir selber kopieren.

Santa Croce in Assisi, die deutschen Schwestern hier sind herzlich und sehr hilfsbereit, es gibt leckeres Abendessen und reichlich Nachschlag, sie nehmen aber nur für mindestens zwei Nächte auf, sollte man auch einplanen
[...]
Piccolo San Damiano in Spello, nette ältere Schwestern, renovierte Zimmer, leckeres Abendessen

Bei den Deutschen Schwestern von Santa Croce in Assisi kann man auch länger bleiben. Inzwischen hab' ich mich stockwerksweise hochgearbeitet und war 2015 zum ersten Mal in einem Zimmer mit Blick in die Valle Umbra.

Für Oktober 2018 konnte ich ohne Probleme ein Jahr im voraus für fünf Tage buchen. Wäre schön, wenn wir uns am 6. Oktober in Assisi treffen würden :-)

Die 'nette älteren Schwestern' im Piccolo San Damiano in Spello sind einfach süß. Hab' gerade vorgestern in der Brennessel in Freiburg beim Essen die Story erzählt, wie das Essens-Ende-Gebet so praktisch mit dem Reinigen und Einräumen der Essen-Utensilien am Platz kombiniert wird.

Unterkünfte in Assisi

Unterkünfte in Spello

Mario
« Letzte Änderung: Januar 09, 2018, 00:49:06 Vormittag von Mario d'Abruzzo »

ಆಂಡ್ರಿಯಾ

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Re: Franziskusweg - wieviel Planung ist notwendig ?
« Antwort #27 am: Januar 09, 2018, 18:36:17 Nachmittag »
Wie sich das Wetter mit scheinbar 3 möglichen Jahreszeiten im Mai mit meinem Vorsatz "Reisen mit leichtem Gepäck - 7 - 8 kg ?!" vereinbaren läßt weiß ich auch noch nicht ???

Wenn du willst, kannst du ja mal in der Abteilung "Ausrüstung" stöbern. Da gibt's so viele Packlisten, dass dir schwindelig wird. Wenn du meine ganz persönliche Meinung hören willst (jetzt hab ich sie zu dem Thema schon sooo lange nicht mehr gesagt, jetzt darf ich mal wieder ;-)): Alles Quatsch. Oder - na ja - unnötig halt.

Wenn jemand zum ersten Mal loszieht, kann so ne Liste vielleicht als Beruhigung taugen, dass man auch ja nichts Elementares vergessen hat. Direkt beim zweiten Mal weiß jeder, was er braucht und was nicht. Die Sachen, ohne die ich glaube nicht leben zu können, die nehm ich mit. Alles andere lass ich zuhause.

Das ist alles.

Seit Jahren schmeiß ich in der Nacht bevor ich abreise oder loslaufe meine sieben Sachen in den Rucksack und weg. Letztes Jahr bin ich den GR221 auf Mallorca gegangen und weil der so viele Höhenmeter hat, hab ich mich von netten Menschen in einem Ultralightforum komplett verunsichern lassen, hab gedacht, ich mach mal was richtig und hab mir sogar extra einen teuren neuen Ultralightrucksack gekauft ... und dann hab ich mich jeden Tag über diesen Rucksack und seinen doch so wohl durchdachten Ultralight-Inhalt schwarz geärgert.

Aber: Jeder Jeck ist anders. Schon klar.

Bin gespannt auf deine weiteren Planungen und vor allem auf deine Berichte, wenn du wieder zurück bist :-) Falls du mal ganz tief in den umbrischen Wald eintauchen willst, hast du vielleicht Spaß an seinen Beiträgen zum Franziskusweg. Ich hoffe, du findest wieder raus :-)

Andrea
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Mario d'Abruzzo

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Re: Franziskusweg - wieviel Planung ist notwendig ?
« Antwort #28 am: Januar 11, 2018, 11:52:27 Vormittag »
OUTDOOR 126 • Italien: Franziskusweg

Nochmal zur Übersicht: Um von Florenz nach Rom zu wandern gibt es zwei Möglichkeiten:

  • Die verkürzte Route von Sandy Brown
  • Die mehr an Franziskus ausgerichtete Route von Kees Roodenburg und Simone u. Anton Ochsenkühn

Sandy Browns Wegführung ist wohl sehr gut beschrieben und er bietet auch GPS-Daten.

Das Ochsenkühnbuch ist gut gemeint, aber zu unhandlich. Von Vorteil sind aber die GPS-Daten.
Den neue OUTDOOR-Band von 2017 hab' ich mir jetzt noch mal kommen lassen und er hat mich überzeugt durch Handlichkeit.

Was sich die Rother-Leute für ihre 2018er Ersterscheinung ausgedacht haben wird spannend. Die Karten in der Rother-Führern sind jedenfalls viel besser als bei der OUTDOOR-Reihe.

Mario

Stefania Calesini

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Re: Franziskusweg - wieviel Planung ist notwendig ?
« Antwort #29 am: Februar 14, 2018, 18:33:45 Nachmittag »
Lieber Jochen, liebe Pilger,

wir wollten auf diesem Weg :-) auf eine Unterkunftsmöglichkeit hinweisen, falls hier jemand seine Reise plant: Unser Rifugio Asqua liegt zwischen Florenz und Assisi, genauer gesagt, zwischen Stia und Camaldoli. Wir befinden uns zwar nicht exakt auf der in den meisten Reiseführern beschriebenen Strecke, aber die kleine Abweichung könnte sich für den einen oder anderen von Euch lohnen, auch wenn man an Preise und Verfügbarkeit anderer Unterkünfte denkt. Verschiedene Forscher in der Toskana sind auch der Meinung, dass der “wahre Franziskusweg” direkt an unserer Tür vorbeiführt.
Wer sich für unsere Alternative interessiert und eventuell bei uns im Wald übernachten möchte, findet nähere Informationen unter der folgenden Adresse:
www.asqua.it/pilger
Wir wünschen gutes Wetter und gesunde Füße!