Autor Thema: Santiago de Compostela - Von Deutschland aus  (Gelesen 3178 mal)

Susanne69

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Santiago de Compostela - Von Deutschland aus
« am: Januar 11, 2018, 14:44:55 Nachmittag »
Liebe Pilgerforums-Gemeinde ,


ich habe mich bereits schon an das ODS-Forum gewandt, von dort aber den Tipp mit dem Pilgerforum bekommen. Ich wäre hier wohl "richtiger". Deswegen starte ich hier mal meinen Aufruf.


Und zwar habe ich im laufenden Halbjahr einige Wochen Zeit zum Wandern. Dazu kam ich auf die Idee, von zuhause aus den Jakobsweg nach Santiago zu laufen. Im vorigen Jahr bin ich bereits den Camino Frances gegangen und fand ihn und die Erfahrungen einfach toll.

Nun meine Fragestellung, ob hier im Forum vielleicht schon jemand von Deutschland aus, praktisch auf einen Rutsch, nach Santiago de Compostela gelaufen ist und mir und allen weiteren Interessierten die Vor- und Nachteile der erwanderten Wegealternativen mitteilen kann.
Ich selbst komme aus dem Taunus, nördlich von Frankfurt und stehe nun vor der Wahl der verschiedenen Jakobswege. Entweder über Mainz nach Trier, der Länge nach quer durch Frankreich um schließlich auf den spanischen Camino zu treffen o d e r übers den Weg über's Elsass, Konstanz, die Schweiz und Le Puy. Vielleicht gibts es aber auch noch eine andere Alternative...?

Zumindest den deutschen und französischen (evtl. auch dann den schweizerischen) Teil möchte ich aufgrund der doch recht hohen Übernachtungspreise per Zelt, Kocher und Schlafsack bewältigen . Spätestens in Spanien angekommen, geht dann (m)ein Ausrüstungspaket wieder in die Heimat zurück.

Auch stellt sich für mich die Frage, ob ich dieses Jahr anstatt den Camino Frances mit dem spanischen Küstenweg doch mal eine weitere Alternative ausprobiere. Schließlich kenne ich den ersten bereits.

Es wäre schön, fände sich eine Personengruppe, die diese Strecke bereits gelaufen ist, bzw. weiterführende Informationen hat . Denn richtige Erfahrungsberichte habe ich im Netz bislang nicht gefunden.

Vielen lieben Dank,

Susanne

Thüringer

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Re: Santiago de Compostela - Von Deutschland aus
« Antwort #1 am: Januar 11, 2018, 15:38:36 Nachmittag »
Hallo Susanne

Eine weiter Weg.....aber schön und eine ganz andere, eigene Erfahrung. Wenn du allein startest....bist du auf der ersten Hälfte des Weges, der nicht so frequentiert ist......oft allein. Wieviel Zeit hast du?
Bin 2* von der Haustür (Nähe Stuttgart) nach Santiago/Finisterre gelaufen. Einmal über den Schwarzwald - Basel - Jura- Lausanne - Genf - via Gebennensis -Le Puy -  Via Podiensis -SJPdP - France -Santiago. Und beim 2* über Heilbronn - Speyer - Saarbrücken - Toul - Metz - Vezelay - Via Lemovicensis  - SJPdP - GR 10 - Irun - de Norte - Santiago/Finisterre.
Jede der erwanderten Routen hat ihre Vor und Nachteile.....das Zentralmassiv und die Schweiz....das sind Höhenmeter, vorher der Schwarzwald zum einlaufen. Der Weg über Vezelay und der Lemovisensis ist nicht so anstrengend...
Starte im Frühjahr zum 3*....will diesmal über Metz - Reims - Paris - die Via Turonensis - SJPdP - den Norte und vlt nochmal den Primitivo.

Die Übernachtunspreise sind ein Problem ....Zelt fällt für mich aber aus.
Alles Gute und die sich einstellende Vorfreude, die für dich richtigen Entscheidungen.

Buen Camino
Thüringer


miufoto

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Re: Santiago de Compostela - Von Deutschland aus
« Antwort #2 am: Januar 11, 2018, 19:30:25 Nachmittag »
Hallo Susanne, tolle Entscheidung, an einem Stück zu laufen. Ich bzw. wir sind 2015/16 die ca. 3200km von Leipzig aus gepilgert. Wichtig zu wissen wäre, zu welcher Jahreszeit Du gehen möchtest - im Winter machen die Berge (Alpen, Zenralmassiv, Pyrenäen manchmal wegen Schnee richtige Probleme. Wir hatten reichlich 5 Monate Zeit - sind von September bis Januar 2016 unterwegs gewesen, hatten bis auf wenige Ausnahmen auch mit dem Schnee Glück - es war das warme 2015er Jahr, wo es zu Weihnachten ins SJpdPort fast 20 grad hatte ... Dann ist die "Routenwahl" noch eine finanzielle Sache - durch die Schweiz (Via Jakobi) ist halt ein ganzes Stück "kostenintensiver" als die Variante, gleich von D nach F zu laufen. Wenn Du schon den C.Frances kennst, kannst Du problemlos (1-2 Tagesetappen) von S.J.P.d.Port "rüber"nach Hondarribia gehen ,wo der Camino del Norte beginnt - und dann entweder über den C.Primitivo durch die Berge - oder treu dem sehr schönen "Norte" bis nach Ribadeo folgen und dann das letzte Stück durch Galizen nach S.d.Comostela.
Hier ein Kurzbericht und eine Menge Bilder (für die Motivation :-) )   http://www.outdoorteam.de/unsere-pilgerwege-2.html Grüße von Gabi und Micha aus Leipzig
2011 V. Regia, 2013 V.d.l. Plata (ab Tarifa) 2014 C. Norte, Finist. / Muxia , 2015/16 Leipzig - Santiago über Via Jacobi, 10.2016 die Via Imperii Berlin bis Leipzig, 1.2017 C. Portugues ab Coimbra 10.2017 Via Imperii Stettin-Berlin

Susanne69

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Re: Santiago de Compostela - Von Deutschland aus
« Antwort #3 am: Januar 11, 2018, 22:37:46 Nachmittag »
Hallo Susanne

Eine weiter Weg.....aber schön und eine ganz andere, eigene Erfahrung. Wenn du allein startest....bist du auf der ersten Hälfte des Weges, der nicht so frequentiert ist......oft allein. Wieviel Zeit hast du?
Bin 2* von der Haustür (Nähe Stuttgart) nach Santiago/Finisterre gelaufen. Einmal über den Schwarzwald - Basel - Jura- Lausanne - Genf - via Gebennensis -Le Puy -  Via Podiensis -SJPdP - France -Santiago. Und beim 2* über Heilbronn - Speyer - Saarbrücken - Toul - Metz - Vezelay - Via Lemovicensis  - SJPdP - GR 10 - Irun - de Norte - Santiago/Finisterre.
Jede der erwanderten Routen hat ihre Vor und Nachteile.....das Zentralmassiv und die Schweiz....das sind Höhenmeter, vorher der Schwarzwald zum einlaufen. Der Weg über Vezelay und der Lemovisensis ist nicht so anstrengend...
Starte im Frühjahr zum 3*....will diesmal über Metz - Reims - Paris - die Via Turonensis - SJPdP - den Norte und vlt nochmal den Primitivo.

Die Übernachtunspreise sind ein Problem ....Zelt fällt für mich aber aus.
Alles Gute und die sich einstellende Vorfreude, die für dich richtigen Entscheidungen.

Buen Camino
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Danke! Bist schon zweimal den ganzen Weg gelaufen - Respekt! Ich selbst gebe mir etwa drei Monate Zeit, denke, das ist zu schaffen. Und das mit dem Alleinelaufen geht in Ordnung. Der Weg über den Schwarzwald, ist dieser identisch mit dem  Westweg? Von dem habe ich schon viel schönes gehört. Bei den Übernachtungspreisen habe ich sowohl von der Schweiz als auch über die unserer französichen Nachbarn recht horrende Aussagen gehört. Da ich nicht gerade Susanne Trump heiße, gehe ich deswegen lieder mal mit Zelt.

Vielen Dank!

Susanne69

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Re: Santiago de Compostela - Von Deutschland aus
« Antwort #4 am: Januar 11, 2018, 22:41:18 Nachmittag »
Hallo Susanne, tolle Entscheidung, an einem Stück zu laufen. Ich bzw. wir sind 2015/16 die ca. 3200km von Leipzig aus gepilgert. Wichtig zu wissen wäre, zu welcher Jahreszeit Du gehen möchtest - im Winter machen die Berge (Alpen, Zenralmassiv, Pyrenäen manchmal wegen Schnee richtige Probleme. Wir hatten reichlich 5 Monate Zeit - sind von September bis Januar 2016 unterwegs gewesen, hatten bis auf wenige Ausnahmen auch mit dem Schnee Glück - es war das warme 2015er Jahr, wo es zu Weihnachten ins SJpdPort fast 20 grad hatte ... Dann ist die "Routenwahl" noch eine finanzielle Sache - durch die Schweiz (Via Jakobi) ist halt ein ganzes Stück "kostenintensiver" als die Variante, gleich von D nach F zu laufen. Wenn Du schon den C.Frances kennst, kannst Du problemlos (1-2 Tagesetappen) von S.J.P.d.Port "rüber"nach Hondarribia gehen ,wo der Camino del Norte beginnt - und dann entweder über den C.Primitivo durch die Berge - oder treu dem sehr schönen "Norte" bis nach Ribadeo folgen und dann das letzte Stück durch Galizen nach S.d.Comostela.
Hier ein Kurzbericht und eine Menge Bilder (für die Motivation :-) )   http://www.outdoorteam.de/unsere-pilgerwege-2.html Grüße von Gabi und Micha aus Leipzig

Vielen Dank für Deine Antwort!
Egal, über welche Routenführung ich bislang gehört habe, beide müssen total überteuert sein. Deshalb lieber Zelt.
Danke auch für Euren Bericht, den ich mir später durchlese. Schön, wenn man als Paar eine solche Tour gemeinsam macht. Sicherlich auch eine Bewährungsprobe, oder..?

Thüringer

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Re: Santiago de Compostela - Von Deutschland aus
« Antwort #5 am: Januar 12, 2018, 08:23:16 Vormittag »
Hallo Susanne

Für dich würde sich ein Einstieg über einen der Wege nach Trier, Metz, Veselay und die Lemovicensis anbieten. Die wäre je nach Streckenführung ca 300 - 400 Km kürzer als die Wege in den Süden über Freiburg/Basel oder über Konstanz in die Schweiz, dann nach Genf, Le Puy.....
Westweg - der geht von Pforzheim nach Hausach, eine Möglichkeit durch den Schwarzwald - je nachdem du über Tann oder Basel  weiter willst, um einen der Hauptwege durch Frankreich nach Santiago zu erreichen.
Aber da musst du für dich entscheiden...du kennst deine Ausdauer. Diese Wege kannst du nicht mit den France vergleichen. Die fordern mehr Kondition, haben nur ein Bruchteil von Infrastruktur von diesen und sind in allen teurer....... vor allen die Schweiz.
Drei Monate Zeit.....da musst du gut unterwegs sein. 30 km/Tag sind im Jura oder Zentalmassiv viel.... und es können immer mal Unterbrechungen/Verzögerungen ( Krank, Wetter ua) eintreten. Dann musst du den Bus nehmen oder mehr km am Tag laufen.
Ich war bisher (bin?) in der Lage, bei normalen Bedingungen 40 km /Tag zu laufen....immer mit der Option, notfalls noch ein paar km zu machen.....hatte aber immer ein paar Ausfalltage......


 



« Letzte Änderung: Januar 12, 2018, 14:51:53 Nachmittag von Thüringer »

beemaster

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Re: Santiago de Compostela - Von Deutschland aus
« Antwort #6 am: Januar 12, 2018, 09:08:21 Vormittag »
Hallo Susanne,

Zwar bin ich Stoppelhopser und kann die Strecke leider nichtn in einem Rutsch zurücklegen, umso wichtiger war es mir, von zuhause aus zu laufen. Ich kam bei Rottenburg auf den Jakobsweg, bin dann durch den Schwarzwald, Freiburg, Breisach nach Thann. Von dort durch die Burgundische Pforte und das Burgund nach Taizéund Cliuny, dann nach Le Puy und die podiensis nach SJPdP.

Jeder Meter war schön und ich mag dir diese Route (ab Thann) ans Herz legen.

Kerry

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Re: Santiago de Compostela - Von Deutschland aus
« Antwort #7 am: Januar 12, 2018, 13:36:48 Nachmittag »
Hallo Susanne,
unter www.haase-news.de
hat Antonius Haase seinen Weg vom Bergischen Land bis Finsterre beschrieben. Er war letztes Jahr unterwegs. Also sehr aktuell.
Vielleicht hilft dir das weiter.
BC Marion

beemaster

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Re: Santiago de Compostela - Von Deutschland aus
« Antwort #8 am: Januar 12, 2018, 20:50:18 Nachmittag »
Hallo Susanne,
unter www.haase-news.de
hat Antonius Haase seinen Weg vom Bergischen Land bis Finsterre beschrieben. Er war letztes Jahr unterwegs. Also sehr aktuell.
Vielleicht hilft dir das weiter.
BC Marion

Ja ,ein sehr schönes Blog. Haase schreibt voller Wärme und Empathie.

Susanne69

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Re: Santiago de Compostela - Von Deutschland aus
« Antwort #9 am: Januar 17, 2018, 11:45:26 Vormittag »
Hallo Susanne

Für dich würde sich ein Einstieg über einen der Wege nach Trier, Metz, Veselay und die Lemovicensis anbieten. Die wäre je nach Streckenführung ca 300 - 400 Km kürzer als die Wege in den Süden über Freiburg/Basel oder über Konstanz in die Schweiz, dann nach Genf, Le Puy.....
Westweg - der geht von Pforzheim nach Hausach, eine Möglichkeit durch den Schwarzwald - je nachdem du über Tann oder Basel  weiter willst, um einen der Hauptwege durch Frankreich nach Santiago zu erreichen.
Aber da musst du für dich entscheiden...du kennst deine Ausdauer. Diese Wege kannst du nicht mit den France vergleichen. Die fordern mehr Kondition, haben nur ein Bruchteil von Infrastruktur von diesen und sind in allen teurer....... vor allen die Schweiz.
Drei Monate Zeit.....da musst du gut unterwegs sein. 30 km/Tag sind im Jura oder Zentalmassiv viel.... und es können immer mal Unterbrechungen/Verzögerungen ( Krank, Wetter ua) eintreten. Dann musst du den Bus nehmen oder mehr km am Tag laufen.
Danke, dass muss ich ja auch bedenken. Bist Du die Strecke über Schwarzwald/Schweiz schon einmal gelaufen? Wenn ja, wie ist sie denn landschaftlich? 'Gibt es dort evtl. auch preiswertere Unterkünfte?

Susanne69

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Re: Santiago de Compostela - Von Deutschland aus
« Antwort #10 am: Januar 17, 2018, 11:56:04 Vormittag »
Hallo Susanne

Für dich würde sich ein Einstieg über einen der Wege nach Trier, Metz, Veselay und die Lemovicensis anbieten. Die wäre je nach Streckenführung ca 300 - 400 Km kürzer als die Wege in den Süden über Freiburg/Basel oder über Konstanz in die Schweiz, dann nach Genf, Le Puy.....


Ist das echt so viel Unterschied? Bislang habe ich die Info, dass die Streckenführung in etwa gleichlang ist.

Hallo Susanne,
unter www.haase-news.de
hat Antonius Haase seinen Weg vom Bergischen Land bis Finsterre beschrieben. Er war letztes Jahr unterwegs. Also sehr aktuell.
Vielleicht hilft dir das weiter.
BC Marion

Ja ,ein sehr schönes Blog. Haase schreibt voller Wärme und Empathie.

Ja, ein wunderschöner Bericht. Werde mir einige Infos davon herausschreiben.
Hallo Susanne,

Zwar bin ich Stoppelhopser und kann die Strecke leider nichtn in einem Rutsch zurücklegen, umso wichtiger war es mir, von zuhause aus zu laufen. Ich kam bei Rottenburg auf den Jakobsweg, bin dann durch den Schwarzwald, Freiburg, Breisach nach Thann. Von dort durch die Burgundische Pforte und das Burgund nach Taizéund Cliuny, dann nach Le Puy und die podiensis nach SJPdP.

Jeder Meter war schön und ich mag dir diese Route (ab Thann) ans Herz legen.

Vielen Dank! Wie lange hast Du für den Weg  gebraucht und wie Deine ÜN organisiert? Auch mit Zelt unterwegs, oder per Herberge? Falls ja, wieviel hast Du in etwa am  Tag bezahlt? Würde mich interessieren...

SanchoPansa

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Re: Santiago de Compostela - Von Deutschland aus
« Antwort #11 am: Januar 17, 2018, 18:43:20 Nachmittag »
Egal, über welche Routenführung ich bislang gehört habe, beide müssen total überteuert sein. Deshalb lieber Zelt.

Naja, was ist für dich "überteuert"? Es gibt verschiedene Angebote zu verschiedenen Preisen, und jeder kann die nehmen, die er möchte. Eine Übernachtung in einem Haus, sei es eine Jugendherberge, Pension, Gite communale etc. kann z.B. 20,- Euro kosten, wäre das für dich nicht nur teuer, sondern schon überteuert? Oder wo beginnt sonst der Maßstab für "überteuert"?

Mit Zelt reist du billiger, auf jeden Fall. Und tendenziell einsamer, denn du isst und schläfst alleine. Ich selbst habe auf meinem Weg vom Ruhrgebiet bis SdC die Abende in familiären Pensionen als tolle Erlebnisse in Erinnerung, die ich nicht missen möchte. Ja, oft waren es ca. 40,- pro Nacht in Frankreich, aber Essen, Gespräche und Kultur waren einzigartig und das Geld wert.

Möglicherweise wird das die Reise deines Lebens, an die du dich Jahrzehnte erinnerst. Im Rückblick muss ich sagen, meine Erlebnisse sind für mich unbezahlbar und der mäßige finanzielle Verlust gegenüber der Variante mit Zelt war es allemal wert. Aber du wirst deinen Weg finden. Bon chemin!

Sancho
2011-2017: Ruhrgebiet bis Santiago, über Köln - Trier - Metz - Dijon - Taizé - Le Puy - Navarrenx - Oloron Sainte Marie - Somport-Pass - Camino Aragones - Camino Frances

Thüringer

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Re: Santiago de Compostela - Von Deutschland aus
« Antwort #12 am: Januar 17, 2018, 18:59:15 Nachmittag »
Hallo Susanne

Ja, ich bin bei meinen ersten Camino von der Haustür schon über den Schwarzwald gelaufen. Habe den Weg nach Tann in Freiburg verlassen und bin nach Süden in den Schwarzwald. Habe dabei den Jacobsweg  nach Basel (Burgundische Pforte), der mich im letzten Teil durch das Markgräfler Land geführt hat. Bin konkret nach Freiburg bis Müllheim (Badenweiler), dann nach Weil am Rhein und von dort über Basel nach Mariastein in der Schweiz, den Jurahöhenweg nach Biel überquert (wegen geschlossener Hütten und schlechten Wetter nicht gegangen)...dafür den Jura Dreiseenweg....
Vor Freiburg den Kinzigtaler Jacobsweg....das Kinzigtal ein Traum....dann ins Elztal. Auf den Weg schöne Städtchen (Schiltach) oder etwas abseits die Totenkapelle von Bleibach....es gibt außer der schönen Natur noch die Möglichkeit, sich für die "Bergetappen" einzulaufen, die dann in der Schweiz bzw den Zentalmassiv warten.
Über die Kosten - da kann ich SanchoPansa nur zustimmen.....hatte Übernachtungen, bei denen ich eingeladen war und über 50€ - im Schwarzwald, vor allen in der Schweiz und er hat Recht - die Erlebnisse sind unbezahlbar.

Thüringer

Thüringer

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Re: Santiago de Compostela - Von Deutschland aus
« Antwort #13 am: Januar 17, 2018, 19:34:33 Nachmittag »
Hallo Susanne

Ja, ich bin bei meinen ersten Camino von der Haustür schon über den Schwarzwald gelaufen. Habe den Weg nach Tann in Freiburg verlassen und bin nach Süden in den Schwarzwald. Habe dabei den Jacobsweg  nach Basel (Burgundische Pforte), der mich im letzten Teil durch das Markgräfler Land geführt hat. Bin konkret nach Freiburg bis Müllheim (Badenweiler), dann nach Weil am Rhein und von dort über Basel nach Mariastein in der Schweiz, den Jurahöhenweg nach Biel überquert (wegen geschlossener Hütten und schlechten Wetter nicht gegangen)...dafür den Jura Dreiseenweg....
Vor Freiburg den Kinzigtaler Jacobsweg....das Kinzigtal ein Traum....dann ins Elztal. Auf den Weg schöne Städtchen (Schiltach) oder etwas abseits die Totenkapelle von Bleibach....es gibt außer der schönen Natur noch die Möglichkeit, sich für die "Bergetappen" einzulaufen, die dann in der Schweiz bzw den Zentalmassiv warten.
Über die Kosten - da kann ich SanchoPansa nur zustimmen.....hatte Übernachtungen, bei denen ich eingeladen war und über 50€ - im Schwarzwald, vor allen in der Schweiz und er hat Recht - die Erlebnisse sind unbezahlbar.
Der Unterschied zwischen den Varianten über Breisach/Tann und der längeren über Basel/der Schweiz beträgt locker 300 km.
Thüringer
das kommt dabei heraus...wenn man gleichzeitig Handball EM schaut :-)
« Letzte Änderung: Januar 17, 2018, 19:55:40 Nachmittag von Thüringer »

beemaster

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Re: Santiago de Compostela - Von Deutschland aus
« Antwort #14 am: Januar 17, 2018, 20:35:26 Nachmittag »
...
Vielen Dank! Wie lange hast Du für den Weg  gebraucht und wie Deine ÜN organisiert? Auch mit Zelt unterwegs, oder per Herberge? Falls ja, wieviel hast Du in etwa am  Tag bezahlt? Würde mich interessieren...

Ähem....5 Jahre... immer im Urlaub. Bis jetzt (Leon) habe ich ungefähr 120 Tage gebraucht. In  D waren es Pensionen, auch mal bei einer Pilgerfreundin, in Frankreich meistens HP, so um die 40 Euro die Nacht , manchmal in Acceuils Jacquaires, selten Zeltplatz,öfters in Klöstern. Ab Spanien wie alle in albergues, gelegentlich, wenn ich dekandent uwrde, in mehr oder weniger einfachen Hotels. Billigste Übernachtung 8 Euro, teuerste 116.

Ich habe grundsätzlich am Abend davor oder Morgen reserviert, aber nur in Frankreich. Wenn möglich, bat ich meine Herbergseltern darum zu telefonieren,die kennen sich halt besser aus, und man kann sich so immer weiter reichen lassen.
Ich habe nicht aufs Geld geschaut und komme etwa auf 50 Euro am Tag in D und FR und auf 30 in E.