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Allgemeines => Neuvorstellungen => Thema gestartet von: trillian am Januar 08, 2018, 07:43:12 Vormittag

Titel: Mit 58 zum ersten Mal pilgern!?!
Beitrag von: trillian am Januar 08, 2018, 07:43:12 Vormittag
Hallo,
meine Freunde meinen ich bin verrückt, aber mein Entschluss steht.
Ich bin 58 (mit locker 15 kg Übergewicht), mache seit fast 10 Jahren keinen Sport mehr. Bin auch noch nie mehr als 10 km gelaufen. Noch nie gewandert und erst recht habe ich noch nie eine Mehrtagestour bestritten. (so genug noch nie)

Warum ich mir das antue? Da bin ich mir nich sicher? Aus religiösen Gründen? Weiß nicht!
Weil ich mir beweisen möchte, dass ich noch nicht am Ziel angekommen bin? Das schon eher!
Vielleicht tauchen auch noch mehr Gründe auf, wenn ich unterwegs bin!

Seit mehreren Jahren spiele ich mit dem Gedanken den Jakobsweg zu gehen. Dieses Jahr werde ich es tun!!! Ich möchte im Mai/Juni den CP gehen. Flieger und Hotel - brauche glaube ich, den ersten Tag für mich mit ein bisschen Komfort - sind für den 27.05. gebucht.

Da ich nicht ganz blauäugig bin, mache ich mir natürlich einige Gedanken. Ich muss ja nicht nur meinen Rucksack, sonder auch meine Mehrkilo :( schleppen.

20-25 km Etappen traue ich mir nicht zu, daher habe ich 16 Tage reine Laufzeit geplant. Das wären dann so ca. 17 km.
Was meint ihr - ist das zu schaffen?

Würde mich über Tipps freuen. Habe natürlich auch viele Fragen.

Eure Dagmar
Titel: Re: Mit 58 zum ersten Mal pilgern!?!
Beitrag von: Donnersohn am Januar 08, 2018, 08:05:32 Vormittag
Hallo Dagmar,

herzlich Willkommen hier im Forum, Glückwunsch zu Deinem Entschluss. Gehe langsam los, die ersten Etappen nicht zu weit, Du läufst Dich nach und nach ein. Die Infrastruktur lässt das auf dem Portuguese zu. Es gibt reichlich Pilger, die in höherem Alter angefangen haben, das Gewicht kann sich verlieren (ich hatte auf dem CP 5 Kilo abgenommen). Ich wette, wenn Du es vernünftig ruhig angehst, bleibst Du deutlich unter den 16 Lauftagen. Plane Dir Zeit für Porto mit ein.

Bei Fragen, immer raus damit, "hier werden Sie geholfen"

Gruß Olaf
Titel: Re: Mit 58 zum ersten Mal pilgern!?!
Beitrag von: beemaster am Januar 08, 2018, 08:31:48 Vormittag
Ich konnmte mir auch nicht vorstellen, 20 km zu lafen, so übergewichtig ich nun mal bin (+25kg). Irgendwann war ich mit einem Freund unterwegs und wir haben uns verlaufen.Am Tagesende waren das deutlich über 20 km. Das gab mirdas Selbstvertrauen, es auch auf längeren Strecken zu versuchen. Letzten Winter und letzten Sommer hatte ich Etappen mit fast 40 km dabei, mit Gepäck. Das geht wirklich gut! Wichtig ist es halt, genügend Wasser dabei zu haben, sonst streikt der Kreislauf, besonders wenn man noch etwas ungeübt ist.
Titel: Re: Mit 58 zum ersten Mal pilgern!?!
Beitrag von: Hedi am Januar 08, 2018, 09:25:26 Vormittag

Hallo Dagmar, so, die ersten Schritte sind getan und nun bist du schon (fast) auf dem Weg. Zu allen Wegen gehört, sich zu nichts zwingen und die Zeit zum Geniessen zu finden. Pausen zu machen, irgendwo zu sitzen und zu schauen oder was gerade dran ist und die Gedanken fliessen zu lassen. Und dann merkst du auch, wieviel Kilometer für dich richtig sind. In diesem Sinne, herzlichst Hedi
Titel: Re: Mit 58 zum ersten Mal pilgern!?!
Beitrag von: trillian am Januar 08, 2018, 22:37:02 Nachmittag
Hallo,
danke für die aufmunternden Worte.
Ich habe auf jeden Fall vor, es langsam angehen zu lassen. Muss ja niemandem etwas beweisen. Darum werde ich auch alleine gehen. Dann muss ich mich nach niemandem richten, bzw. niemand muss sich nach mir richten. Da ich auch zu mir ehrlich bin, sehe ich das glaube ich auch realistisch.

Macht es Sinn Stöcke mitzunehmen? Da ich eigentlich mit Bordgepäck reisen möchte wäre das nicht möglich. Im Notfall gibt es in Porto ja Decathlon :-D Ich bin allerdings noch nie mit Stöcken gegangen! Zu meinen Walkingzeiten bin ich immer ohne gelaufen!

BC aus Würzburg
Titel: Re: Mit 58 zum ersten Mal pilgern!?!
Beitrag von: Pilger Franz am Januar 08, 2018, 22:52:32 Nachmittag
Zitat
Macht es Sinn Stöcke mitzunehmen?

Hallo trillian,
auf jeden Fall vorher, also daheim, ausprobieren, mit Gepäck, rate ich. Vielleicht stellst du fest, so wie ich, dass sie mehr behindern als unterstützen. Was machste dann mit den neuen Decathlon-Stöcken?!

BC
Franz
Titel: Re: Mit 58 zum ersten Mal pilgern!?!
Beitrag von: SanchoPansa am Januar 08, 2018, 22:55:18 Nachmittag
Es wäre sicher gut, wenn du vor der Abreise zu Hause öfters mal den einen oder anderen Tag wandern gehst. Einserseits, um Schuhe einzulaufen und auch das andere Equipment zu checken, andererseits zum Aufbauen von Kondition. Sollte es z.B. hart auf hart kommen und du stellst am 1./2. Tag in Portugal fest, dass du in diesen Schuhen oder mit dem Rucksackgewicht nicht laufen kannst, ist das ganze Unternehmen gefährdet. Entspannter geht es sich, wenn man schon weiß, dass Equipment & Kondition im grünen Bereich sind.

Macht es Sinn Stöcke mitzunehmen? Da ich eigentlich mit Bordgepäck reisen möchte wäre das nicht möglich.

Meiner Erfahrung nach macht extrem Sinn, Stöcke zu verwenden. Ich laufe entspannter und mit gleichermäßigerer Belastung seitdem. Kann ich nur empfehlen.

Übrigens, auch ein Trinksystem (Schlauch, der zum Wasserbehälter im Rucksack führt) trägt meiner Erfahrung nach sehr zum entspannten Laufen bei, weil das Herausholen und Verpacken einer Trinkflasche entfällt. Ich trinke seitdem regelmäßiger und mehr.

Sancho
Titel: Re: Mit 58 zum ersten Mal pilgern!?!
Beitrag von: Thüringer am Januar 09, 2018, 08:24:48 Vormittag
Hallo Dagmar

Bin unter ähnlichen Vorzeichen in deinen Alter das erste Mal gelaufen, hatte als Sport ein wenig Tennis gespielt.....aber sonst wegen langer,
schwerer Krankheit nichts. Der France war mein Eingangs /Probe Camino....und es hat wunderbar geklappt.
Du läufst, was du kannst, ohne am Limit zu laufen.....hörst in dich rein, was dein Körper dir sagt - das kann keiner für dich. Daher sind km
Vorgaben auch nicht gut....es sei denn, du hast eine Unterkunft gebucht und musst dort hin. In Spanien laufe ich auf den France und den de Norte ohne Buchung, das überlege ich immer am Nachmittag und immer mit der Option - notfalls noch ein paar Km machen zu können.
Ist zwar etwas Risiko ......habe aber immer was gefunden.
Mit der deiner Ausgangslage und Motivation kenne ich mich auch aus.....ging mir ähnlich. Inzwischen bin ich süchtig und starte, wenn die Gesundheit mitspielt im Frühjahr das dritte mal von der Haustür.....
Mit den Stöcken, das muss auch jeder für sich rausfinden, einer  hält sie für unverzichtbar ....und vergisst sie dann bei einer Pause oder früh in der Herberge :-)....finde es heraus -  am besten vorher.
Auf alle Fälle sollest du die Schuhe einlaufen und testen, die können dich plagen. Neue, unterwegs gekaufte .....haben mich auf der langen Strecke mal 200 Km vor Santiago zum aufgeben gezwungen.

Wünsche dir bis dahin eine gute Zeit.
Buen Camino

Thüringer
Titel: Re: Mit 58 zum ersten Mal pilgern!?!
Beitrag von: Klaus Gerd am Januar 09, 2018, 09:51:03 Vormittag
Hallo Dagmar,
ich amüsiere mich über Deinen Artikel.
 Traue es Dir zu. Es sind manche Behinderte auf dem Weg, die es sicherlich schwerer haben. So traf ich einen Elsässer in den Vogesen, der ein steifes Knie hatte und nur drei km in der Stunde schaffte. Ich bin mit ihm mehrere Stunden gelaufen. Es war gemütlich. Rollstuhlfahrer sind auf dem Weg, die ihren Rollstuhl mit den Händen bewegen. Menschen, die einen Herzinfarkt hatten, machen sich auf den Camino a Santiago. Kinder mit acht Jahren waren unterwegs mit Mama und Papa.
Bereite Dich ein wenig vor, dann wird der Camino auch für Dich ein besonderes Erlebnis.
 Klaus Gerd, der seinen ersten Weg mit 64 ging vom Mt.Odile (Elsass) nach Santiago d. C., langsam und bedächtig, Schritt für Schritt und an seinem 65. Geburtstag  den Hl.Jakobus in Santiago umarmte. Buen camino!!!
 
Titel: Re: Mit 58 zum ersten Mal pilgern!?!
Beitrag von: Annkatrin am Januar 09, 2018, 10:35:00 Vormittag

 Klaus Gerd, der seinen ersten Weg mit 64 ging vom Mt.Odile (Elsass) nach Santiago d. C., langsam und bedächtig, Schritt für Schritt und an seinem 65. Geburtstag  den Hl.Jakobus in Santiago umarmte.


Wenn das keine Motivation ist. Ich bin ein wenig gerührt.
Annkatrin
Titel: Re: Mit 58 zum ersten Mal pilgern!?!
Beitrag von: Gerhard.1 am Januar 09, 2018, 13:35:55 Nachmittag
Zitat
Macht es Sinn Stöcke mitzunehmen?

Hallo trillian,
auf jeden Fall vorher, also daheim, ausprobieren, mit Gepäck, rate ich. Vielleicht stellst du fest, so wie ich, dass sie mehr behindern als unterstützen. Was machste dann mit den neuen Decathlon-Stöcken?!

BC
Franz

Hallo trilian,

ich sehe das genau so wie Pilger Franz.
Wenn Du bisher nie mit Stöcken unterwegs warst, dann ist das auch jetzt nicht erforderlich.
Mir und meiner Frau waren sie beim ersten Camino auch lästig, hatten sie nur deshalb mitgenommen, weil sie im damaligen Führer als Schutz vor streunenden Hunden empfohlen waren und auch, um bei einer Siesta das Gebüsch auf evtl. vorhandene Schlangen abklopfen zu können.
Beides war unnötig, Schlangen gab es keine und die Streuner waren arme Kreaturen, die allenfalls um Futter und Streicheleinheiten bettelten und uns zeitweise ein Stück des Weges begleiteten.

Wir sind auch heute noch ohne Stöcke unterwegs und nahezu 20 Jahre älter als Du und haben auf Caminos und Fernwanderwegen schon Unfälle miterlebt, die ohne Stöcke nicht passiert oder glimpflicher verlaufen wären. Unsere Hände genießen ihre Freiheit, dürfen Beeren am Wegrand zuppeln, sich bei Kälte in der Hosentasche aufwärmen, den Führer mal aufgeschlagen halten, Fotos schießen, über hohes Gras am Wegrand streichen und sich sogar wie früher als Kinder gegenseitig halten, wenn wir nebeneinander herlaufen. Und kommt ein plötzlicher Regenguss, halten sie ihn gerne mit dem Regenschirm ab. Da stören Stöcke doch nur, selbst beim Pippi machen.

Außerdem glauben wir, dass das stocklose Pilgern und Wandern bestens zum Training und Erhalt des Gleichgewichtsinns geeignet ist.

Natürlich will ich nicht verhehlen, dass wir da und dort auf unseren Wegen an Stellen kamen, wo wir einen Stock, Bengel oder Prügel im Gelände aufnahmen, um ohne Ausrutscher an der kritischen Passage vorbei zu kommen und ihn danach wieder entsorgten.

Finde für dich den richtigen Weg.

Buen camino
Gerhard
Titel: Re: Mit 58 zum ersten Mal pilgern!?!
Beitrag von: trillian am Januar 09, 2018, 22:44:40 Nachmittag
Danke für die Tipps.
Mit Stöcken laufen werde ich lassen. Ich sehe das auch wie Franz und Gerhard. Da ich bis jetzt immer ohne Stöcke gewalkt bin, fehlt mir wahrscheinlich auch der Rythmus.

Schuhe laufe ich selbstverständlich ein. So wie es meine knappe Freizeit zulässt. Habe eigentlich auch schon - für mich - bequeme (Lowa Renegade mid) gefunden. trotzdem probiere ich noch andere aus. Vielleicht gibt es ja noch leichtere und gute. Bis jetzt fehlte mir bei fast allen anderen Fersenhalt.

Den Rucksack versuche ich auf ein Minimum runter zu rechnen. Aber irgendwie komme ich nicht unter 7 kg. Dann noch 2 kg Wasser und Essen. Na - wird schon gehen. Mein Rucksack wiegt nur 400 g. Den brauche ich aber, denn, was Kälte angeht bin ich ein Weichei! Auch beim joggen und walken war ich immer in Longtights unterwegs. Alles unter 25 Grad ist Winter brrr.... :))

Danke für den Tipp mit der Trinkblase. Habe ich auch schon auf meiner Liste. Bis jetzt sagt mir die Camelbak am meisten zu.

Momentan kämpfe ich zwischen Regenjacke und Poncho. Ich glaube Poncho ist mir zu unbequem. Oder beides?1? Kleinen Poncho um die Rucksackträger abzudecken. Oder Wasserdichten innenbeutel. Das ist meiner Meinung nach die leichteste Lösung.

Bis zum nächsten Mal
BC Dagmar

Titel: Re: Mit 58 zum ersten Mal pilgern!?!
Beitrag von: SanchoPansa am Januar 10, 2018, 00:13:34 Vormittag
Danke für den Tipp mit der Trinkblase. Habe ich auch schon auf meiner Liste. Bis jetzt sagt mir die Camelbak am meisten zu.

Mein Tip war nicht speziell eine Trinkblase, sondern allgemein ein System zum Trinken. Ich würde ganz deutlich zur Flasche im Rucksack mit Trinkschlauch dran raten, aus den hier beschriebenen Gründen (http://pilgerforum.de/forum/index.php/topic,13506.msg142662.html#msg142662).

Sancho
Titel: Re: Mit 58 zum ersten Mal pilgern!?!
Beitrag von: Thüringer am Januar 10, 2018, 07:31:03 Vormittag
 Auch ich benutze nur Trinkflaschen, aus den gleichen Gründen wie Sancho.
Mit den Gewicht deines Rucksacks....das könnest du weiter reduzieren - aber....was du brauchst, das brauchst du. Wenn du schon
so eine Frostbeule :-) bist. Ausziehen, wenn es zu warm ist, geht immer. Habe auch meist zu viel Gewicht.....

Ich trage eine Regenjacke....die ist schnell verstaut, wenn ich sie nicht brache. Der Rucksack hat eine Schutzhülle, die aber bei heftigen Regen
nachlässt bzw Schwachstellen hat. Habe daher alle wichtigen Sachen nochmal in Folie Tüten.
Poncho ist nicht mein Fall, bin darunter durch schwitzen genau so nass, wie vom Regen draußen....und bei starken Wind ist es wie eine Schrankwand im Windkanal.

Thüringer
Titel: Re: Mit 58 zum ersten Mal pilgern!?!
Beitrag von: Mirabilis am Januar 10, 2018, 07:57:06 Vormittag
Hallo Dagmar,
Wasser kannst Du immer wieder "nachtanken" unterwegs, inzwischen gibt es viele neue Bars und Pastelerien unterwegs am Weg.
Als Notverpflegung, wenn es mal "eng" wird habe ich getrocknete Aprikosen und/oder Feigen dabei und etwas Nüsse.

Ich war 62 bei meinem 1. Camino, also nur Mut und dann los.

LG Notburga
Titel: Re: Mit 58 zum ersten Mal pilgern!?!
Beitrag von: Mario d'Abruzzo am Januar 10, 2018, 09:23:54 Vormittag
Haha. Trekkingstöcke und Poncho bzw. Regencape sind hier im Forum wirklich ein Dauerthema.

Es ist okay, wenn alte Hasen da ihre persönliche Vorliebe schildern.

Aber die jeweils andere Methode sollte doch vielleicht nicht ständig negativ dargestellt werden, besonders wenn man von der jeweiligen Praxis überhaupt keine eigene Erfahrung hat. Ich jedenfalls benutze Stöcke und Regencape seit zehn Jahren bei über zehntausend Wanderkilometern.

Es ist so mühsam, immer wieder diesen Behauptungen, das Laufen mit Stöcken würde den Gleichgewichtssinn durcheinanderbringen und unter einem Regencape würde man furchtbar schwitzen, aus eigener Erfahrung zu widersprechen. Mit Stöcken richtig wandern, dazu sollte mal man anschauen, wie Skilangläufer stöckeln und Ponchos/Regencapes mit Reißverschluss gibt es schon eine Ewigkeit.

Mario
Titel: Re: Mit 58 zum ersten Mal pilgern!?!
Beitrag von: anne.ru am Januar 10, 2018, 09:56:34 Vormittag
........Haha. Trekkingstöcke und Poncho bzw. Regencape sind hier im Forum wirklich ein Dauerthema......

...stimmt, Gamaschen ebenfalls ;-)

meine persönliche Erfahrung:
Trekkingstöcke: ich hatte sie dabei und war sehr froh. Ohne die Stöcke wären mir die Hände und Finger sehr angeschwollen.
Auch bergab waren sie mir eine große Hilfe.
Regencape: hatte ich dabei, nur wenig gebraucht, aber wenn, dann war es ausgesprochen nützlich.
Gamaschen: waren ebenfalls im Gepäck und sind dort geblieben da ich sie nicht brauchte. Dafür kommen sie aktuell täglich zum Einsatz, da es bei uns in den Wäldern total matschig ist und sie beim joggen sehr nützlich sein können.

Aber wie oben erwähnt: meine persönliche Erfahrung.

BC
Anne
Titel: Re: Mit 58 zum ersten Mal pilgern!?!
Beitrag von: Mario d'Abruzzo am Januar 10, 2018, 10:31:42 Vormittag
Hi Anne,

Gamaschen: [...] kommen [...] aktuell täglich zum Einsatz, da es bei uns in den Wäldern total matschig ist [...].

stimmt! Da Gamaschen den größten Teil des Schuh/Stiefels abdecken, spart man sich viel Arbeit bei der Reinigung.

Ich bin momentan wieder auf der Suche nach den geeigneten Gamaschen. Die ersten gingen fast bis zu den Knien, waren aber sehr umständlich anzuziehen (dafür in Kombination mit den Hanwag-Stiefeln eine Art Gummistiefel-Ersatz bei Bachdurchquerungen (http://sutterer.eu/cammino/2013/bilder/p1000547_800.jpg)+). Die zweiten waren für die Stiefelhöhe wiederum zu kurz.

Mario

+Gleich hinter Rimbocchi und damit kurz vor La Verna... Nebenbei: Komisch, die vier Beteiligten jeglichen Alters bei der Bachdurchquerung liefen mit Stöcken... ;-)
Titel: Re: Mit 58 zum ersten Mal pilgern!?!
Beitrag von: trillian am Januar 10, 2018, 14:32:39 Nachmittag
Danke für den Tipp mit der Trinkblase. Habe ich auch schon auf meiner Liste. Bis jetzt sagt mir die Camelbak am meisten zu.

Mein Tip war nicht speziell eine Trinkblase, sondern allgemein ein System zum Trinken. Ich würde ganz deutlich zur Flasche im Rucksack mit Trinkschlauch dran raten, aus den hier beschriebenen Gründen (http://pilgerforum.de/forum/index.php/topic,13506.msg142662.html#msg142662).

Sancho
Titel: Re: Mit 58 zum ersten Mal pilgern!?!
Beitrag von: trillian am Januar 10, 2018, 14:35:38 Nachmittag
Danke für den Tipp mit der Trinkblase. Habe ich auch schon auf meiner Liste. Bis jetzt sagt mir die Camelbak am meisten zu.

Mein Tip war nicht speziell eine Trinkblase, sondern allgemein ein System zum Trinken. Ich würde ganz deutlich zur Flasche im Rucksack mit Trinkschlauch dran raten, aus den hier beschriebenen Gründen (http://pilgerforum.de/forum/index.php/topic,13506.msg142662.html#msg142662).

Sancho

hallo Sancho,
das ist auch eine Überlegung wert. Ich mag selbst im Sommer kein kaltes Wasser trinken. Hast du Erfahrungen mit den zusammenfaltbaren Flaschen? Die hatte ich zum Nachfüllen im Hinterkopf. An die mit Schraubverschluss könnte man auch ein Trinksystem anschließen.
Dagmar
Titel: Re: Mit 58 zum ersten Mal pilgern!?!
Beitrag von: trillian am Januar 10, 2018, 14:39:36 Nachmittag
Auch ich benutze nur Trinkflaschen, aus den gleichen Gründen wie Sancho.
Mit den Gewicht deines Rucksacks....das könnest du weiter reduzieren - aber....was du brauchst, das brauchst du. Wenn du schon
so eine Frostbeule :-) bist. Ausziehen, wenn es zu warm ist, geht immer. Habe auch meist zu viel Gewicht.....

Ich trage eine Regenjacke....die ist schnell verstaut, wenn ich sie nicht brache. Der Rucksack hat eine Schutzhülle, die aber bei heftigen Regen
nachlässt bzw Schwachstellen hat. Habe daher alle wichtigen Sachen nochmal in Folie Tüten.
Poncho ist nicht mein Fall, bin darunter durch schwitzen genau so nass, wie vom Regen draußen....und bei starken Wind ist es wie eine Schrankwand im Windkanal.


Hallo Thüringer,
das war auch genau mein Gedankengang. Sind Gamaschen sinnvoll? Wenn ich die Wetterberichte der letzten Jahre verfolge, regnet es da unten Ende Mai/ Anfang Juni nicht gerade wenig. Jammer :-))
Danke für die Bestätigung.
Grüße aus Unterfranken

Thüringer
Titel: Re: Mit 58 zum ersten Mal pilgern!?!
Beitrag von: trillian am Januar 10, 2018, 14:42:21 Nachmittag
Hallo Dagmar,
Wasser kannst Du immer wieder "nachtanken" unterwegs, inzwischen gibt es viele neue Bars und Pastelerien unterwegs am Weg.
Als Notverpflegung, wenn es mal "eng" wird habe ich getrocknete Aprikosen und/oder Feigen dabei und etwas Nüsse.

Ich war 62 bei meinem 1. Camino, also nur Mut und dann los.

LG Notburga


Hallo Notburga,
danke für die Aufmunterung. Getrocknetes Obst ist nicht so meins, aber mit Nüssen und Äpfeln werde ich auch gut auskommen. Hauptsache Trinken.
Grüße aus Unterranken
Titel: Re: Mit 58 zum ersten Mal pilgern!?!
Beitrag von: Thüringer am Januar 10, 2018, 16:09:20 Nachmittag
Haha. Trekkingstöcke und Poncho bzw. Regencape sind hier im Forum wirklich ein Dauerthema.

Es ist okay, wenn alte Hasen da ihre persönliche Vorliebe schildern.

Aber die jeweils andere Methode sollte doch vielleicht nicht ständig negativ dargestellt werden, besonders wenn man von der jeweiligen Praxis überhaupt keine eigene Erfahrung hat. Ich jedenfalls benutze Stöcke und Regencape seit zehn Jahren bei über zehntausend Wanderkilometern.

Es ist so mühsam, immer wieder diesen Behauptungen, das Laufen mit Stöcken würde den Gleichgewichtssinn durcheinanderbringen und unter einem Regencape würde man furchtbar schwitzen, aus eigener Erfahrung zu widersprechen. Mit Stöcken richtig wandern, dazu sollte mal man anschauen, wie Skilangläufer stöckeln und Ponchos/Regencapes mit Reißverschluss gibt es schon eine Ewigkeit.

Mario
Mario....das sind wohl keine persönlichen Vorlieben? Hier schildern doch alle ihre persönlichen Erfahrungen und Eindrücke - ohne Anspruch auf
Vollständigkeit und der Weisen letzter Schluss. Stimme dir in Teilen zu, aber okay.....habe nicht die Anzahl deiner Wanderkilometer.

Hallo Dagmar
Mit Gamaschen habe ich keine Erfahrung. Kann das untere Drittel meiner Wanderhose abtrennen und wasche ( die Teile mit, wenn es notwendig ist)  in der Regel Strümpfe und Unterwäsche am Abend, aber nur.....wenn die Aussicht besteht, dass es trocken wird.

Thüringer
Titel: Re: Mit 58 zum ersten Mal pilgern!?!
Beitrag von: Gerhard.1 am Januar 10, 2018, 16:40:13 Nachmittag
Haha. Trekkingstöcke und Poncho bzw. Regencape sind hier im Forum wirklich ein Dauerthema.

Es ist okay, wenn alte Hasen da ihre persönliche Vorliebe schildern.

Aber die jeweils andere Methode sollte doch vielleicht nicht ständig negativ dargestellt werden, besonders wenn man von der jeweiligen Praxis überhaupt keine eigene Erfahrung hat. Ich jedenfalls benutze Stöcke und Regencape seit zehn Jahren bei über zehntausend Wanderkilometern.

Es ist so mühsam, immer wieder diesen Behauptungen, das Laufen mit Stöcken würde den Gleichgewichtssinn durcheinanderbringen und unter einem Regencape würde man furchtbar schwitzen, aus eigener Erfahrung zu widersprechen. Mit Stöcken richtig wandern, dazu sollte mal man anschauen, wie Skilangläufer stöckeln und Ponchos/Regencapes mit Reißverschluss gibt es schon eine Ewigkeit.

Mario

Lieba Fred Mario,
des hesch Du ab'r so richdig  schii gschriebä un hedd dr bschdimmd gued due, emole wied`r abbruzze zu kenned. Viellichd hesch ab'r gar nidde gmerkt, dass i mit koinem Wort de Poncho odr s'Rägecape erwähnd un mi negativ drieba geäußert habb.

Un was d'Schiilangläufer mid de Pilger zdue hän, vostond i a nidd.
Da bin i natürli a mid Stöck unterwägs, i käm do ohne die gar nedd vum Fleck.

Aber nix fir ungued un
vieli griess us KA
Gerhard
Titel: Re: Mit 58 zum ersten Mal pilgern!?!
Beitrag von: Mario d'Abruzzo am Januar 10, 2018, 17:11:03 Nachmittag
Hi Thüringer,

bin ja fast schon ein halber Landsmann von Dir mit meiner Wanderung von der Wartburg (http://sutterer.eu/luther/2017/bilder/2017.06.02_062.jpg) bis Windischleuba (http://sutterer.eu/luther/2017/bilder/2017.06.14_046.jpg) und später noch Nordhausen (http://sutterer.eu/luther/2017/bilder/2017.06.20_012.jpg) und Frankenhausen (http://sutterer.eu/luther/2017/bilder/2017.06.21_010.jpg) 2017 :-)

Mario....das sind wohl keine persönlichen Vorlieben?

Es geht nicht um persönliche Vorlieben, sondern um persönliche Abneigungen, gegen deren Beschreibung ich mich wende.

Wenn ein GoreTex-Fan es nicht beim Lob seiner Jacke lässt, sondern zusätzlich noch das Regencape schlecht macht, das meinte ich. Ohne fundierte Erfahrung, das kommt auch noch dazu.

Das ist so, als ob ich mein Reißverschluss-Cape hervorheben wollte, indem ich schildere, dass GoreTex-Kleidungsstücke am Ende ihrer Nutzungsdauer Sondermüll sind, der nicht einmal in die Mülltonne wandern dürfte und dass die Jacken immer noch mit vielen krebserregenden Chemikalien getränkt werden.

Dann das gebetsmühlenartige Argument mit der angeblichen Gleichgewichtssinn-Beeinflussung durch Trekkingstöcke. Man muss die Dinger halt richtig einsetzen; beim Regenschirm ist es doch das gleiche: wenn ich nicht weiß, dass ich ihn aufspannen muss, dann wirkt er höchstens als Blitzableiter.

:-)

Mario
Titel: Re: Mit 58 zum ersten Mal pilgern!?!
Beitrag von: SanchoPansa am Januar 10, 2018, 18:45:36 Nachmittag
Hallo Dagmar,

Hast du Erfahrungen mit den zusammenfaltbaren Flaschen? Die hatte ich zum Nachfüllen im Hinterkopf. An die mit Schraubverschluss könnte man auch ein Trinksystem anschließen.

nein, mit zusammenfaltbaren Flaschen habe ich keine Erfahrung. Ich verwende immer 0,5l-Wasserflaschen aus PET und habe im Regelfall zwei davon dabei. Das hat bisher immer gereicht.

Sancho
Titel: Re: Mit 58 zum ersten Mal pilgern!?!
Beitrag von: Thüringer am Januar 10, 2018, 18:48:50 Nachmittag
Hallo Mario
In Thüringen bin ich noch nicht gelaufen.....habe mir aber den Weg von Erfurt nach Rothenbug ob der Tauber vorgenommen. Bekannte haben mir den Pilgerführer geschenkt - jetzt muss ich laufen :-)
Lebe in der Nähe von Stuttgart....verstehe schwäbisch, kann es nicht wiedergeben...und jetzt kommt Gerhard noch und zeigt mir meine sprachlichen Defizite schonungslos auf :-) ....aber du bist ja gemeint - hoffe ich :-)

Mit den Gleichgewicht und den Stöcken....da könnte ich drüber lachen. Bin vor zwei Jahren den GR 10 ein Stück gegangen.....da muss man z.T. klettern und die Hände frei sein....habe in der Reha mal einen Kurs mit Stöcken gehabt - ist einfach nichts für mich.....aber vlt. für andere, da hast du recht.
So ist auch mit den Poncho....bin mit meinen Sohn gelaufen, der hatte einen. Er war bei Dauerregen nicht schlechter als meine gute Regenjacke.....aber auch nicht besser. Aber der starke Seitenwind war für mich kein Argument für diesen.
Titel: Re: Mit 58 zum ersten Mal pilgern!?!
Beitrag von: Mario d'Abruzzo am Januar 10, 2018, 19:08:31 Nachmittag
Hi Thüringer,

Gerhard spricht und schreibt badisch bzw. genauer alemannisch. Ich kann Gerhard gut verstehen; schwäbisch ist aber wieder eine andere Liga. Damit musste ich mich 16 Jahre in Badisch Sibirien am Neckarstrand auseinandersetzen...

Bin vor zwei Jahren den GR 10 ein Stück gegangen.....da muss man z.T. klettern und die Hände frei sein....

Bergwanderer verwenden Teleskopstöcke, die man am Rucksack befestigen kan. Neben dem Eispickel. Ich bin jediglich Flachlandtiroler...

Mario
Titel: Re: Mit 58 zum ersten Mal pilgern!?!
Beitrag von: Gerhard.1 am Januar 10, 2018, 19:27:17 Nachmittag
Hi Thüringer,

bin ja fast schon ein halber Landsmann von Dir mit meiner Wanderung von der Wartburg (http://sutterer.eu/luther/2017/bilder/2017.06.02_062.jpg) bis Windischleuba (http://sutterer.eu/luther/2017/bilder/2017.06.14_046.jpg) und später noch Nordhausen (http://sutterer.eu/luther/2017/bilder/2017.06.20_012.jpg) und Frankenhausen (http://sutterer.eu/luther/2017/bilder/2017.06.21_010.jpg) 2017 :)

Mario....das sind wohl keine persönlichen Vorlieben?

Es geht nicht um persönliche Vorlieben, sondern um persönliche Abneigungen, gegen deren Beschreibung ich mich wende.

Wenn ein GoreTex-Fan es nicht beim Lob seiner Jacke lässt, sondern zusätzlich noch das Regencape schlecht macht, das meinte ich. Ohne fundierte Erfahrung, das kommt auch noch dazu.

Das ist so, als ob ich mein Reißverschluss-Cape hervorheben wollte, indem ich schildere, dass GoreTex-Kleidungsstücke am Ende ihrer Nutzungsdauer Sondermüll sind, der nicht einmal in die Mülltonne wandern dürfte und dass die Jacken immer noch mit vielen krebserregenden Chemikalien getränkt werden.

Dann das gebetsmühlenartige Argument mit der angeblichen Gleichgewichtssinn-Beeinflussung durch Trekkingstöcke. Man muss die Dinger halt richtig einsetzen; beim Regenschirm ist es doch das gleiche: wenn ich nicht weiß, dass ich ihn aufspannen muss, dann wirkt er höchstens als Blitzableiter.

 :)

Mario

Ich bin mir nicht sicher, wo die größere Gebetsmühle zum Einsatz kommt und
lasse jetzt einfach die Experten sprechen. Schließlich würde ich mich hüten, meine eigene und ganz subjektive Meinung hier als Maß aller Dinge kundtun zu wollen. Aber bitte nicht nur die Vorteile, sondern auch die Nachteile im unteren Bereich lesen:

http://www.bergnews.com/service/gehen-mit-stoecken/gehen-mit-stoecken.php

Außerdem gibt es eine wissenschaftliche Feldstudie zum Mythos der Gelenkentlastung durch Nordicwalkingstöcke, die ich gerne wieder mal in Erinnerung rufe:

www.klinik-lindenplatz.de/institut-fuer-biomechanik/forschung/nordic-walking-eine-feldstudie-ueber-den-mythos-gelenkentlastung/ (http://www.klinik-lindenplatz.de/institut-fuer-biomechanik/forschung/nordic-walking-eine-feldstudie-ueber-den-mythos-gelenkentlastung/)

Gerhard
Titel: Re: Mit 58 zum ersten Mal pilgern!?!
Beitrag von: Mario d'Abruzzo am Januar 10, 2018, 20:08:19 Nachmittag
Lieber Gerhard,

okay, also dann eine Neuauflage des Sängerkriegs auf der Wartburg:

Zitat (Quelle (https://utopia.de/0/ratgeber/tipp-des-tages-ist-gore-tex-sondermuell-syphatex-oeko-gruen)): "Ist Gore-Tex Sondermüll?
„Ist die Jacke denn auch aus Gore-Tex?“ – Der Stoff, den viele Outdoor-Hersteller in ihren Jacken, Schuhen und Accessories verwenden, ist für viele Verbraucher eine Garantie dafür, dass sie auch im stärksten Regen trocken bleiben – und dennoch nicht ins Schwitzen kommen, weil das Material atmungsaktiv ist. Das stimmt auch. Für viele steht Gore-Tex aber auch – wie die Outdoor-Branche im Allgemeinen – für Freiheit, Abenteuer und Natur. Und nicht ohne Zutun gekonnter Werbefeldzüge verbindet man damit auch gleich ökologische, umweltfreundliche Produkte. Das ist Gore-Tex nicht.

Die Gore-Tex Membran besteht aus PTFE (bei Pfannen und Töpfen kommt der Stoff unter dem Namen „Teflon“ zum Einsatz ). PTFE geriet in den letzten Jahren zunehmend in die Kritik, da bei der Herstellung Fluorverbindungen zum Einsatz kommen, die im Verdacht stehen, gesundheitsschädlich und sogar krebserregend zu sein. Bei der Verbrennung und Deponierung können die gefährlichen Stoffe in die Umwelt gelangen und sich aufgrund ihrer Langlebigkeit dort anreichern. Darum müssten zu entsorgende Kleidungsstücke aus Gore-Tex eigentlich als Sondermüll behandelt werden.
"

Viel Spaß in der Sondermüll-Jacke...

:-)

Mario
Titel: Re: Mit 58 zum ersten Mal pilgern!?!
Beitrag von: Gerhard.1 am Januar 10, 2018, 22:22:58 Nachmittag
Hallo Mario,

darüber, dass ich eine Goretex-Jacke trage, die etwa alle 8-10 Jahre erneuert wird, mache ich mir wegen meiner Gesundheit oder der durch den Kauf verursachten Umweltbelastung keine allzu großen Sorgen. Immerhin führt die Herzklinik in Dresden jährlich 2.200 Herzoperationen durch, bei der ggf. "die defekte Aorta durch Implantation einer Gefäßprothese (Goretex- oder Dacronmaterial) ersetzt wird"
Quelle: http://www.herzzentrum-dresden.com.cloud1-vm182.de-nserver.de/herzchirurgie.html

Viel mehr gibt mir zu denken, dass die deutschen Bürger glauben, sie leben umweltbewusst und sehr gesund, nachdem sowohl im Jahr 2016 als auch 2017 jeweils 11,3 Milliarden Liter Mineral- und Heilwasser lt. VDM abgefüllt und damit pro Bürger 148 l verbraucht wurden. Im Jahr 1970 lag der Verbrauch noch bei 12,5 l pro Person.  Wenn ich mir vorstelle, von wo nach wo diese Mengen transportiert und zusätzlich vom Ausland eingeführt werden, überkommt mich Grausen. Natürlich haben wir auch immer einen Sprudelkasten auf Vorrat, aber nicht für uns, sondern für Besucher. Wir selber trinken nur gutes Karlsruher Leitungswasser. :-)

Der neueste Hype ist ja inzwischen - war ebenfalls in der Tageszeitung zu lesen - dass sogar Quellwasser von den Fidschi-Inseln vermarktet wird, mit zunehmender Tendenz, da es angeblich das beste weltweit wäre und auch entsprechend viel kostet. Allerding hätte bislang noch niemand die Quellen besuchen dürfen.

Vor Weihnachten waren wir zu Besuch in Bayern, mussten in München umsteigen und hatten etwas Aufenthalt. Es war der pure Wahnsinn, gefühlte 70 % der hundertfachen Bahnhofsgäste liefen mit Cafe-to-go-Bechern herum, ehe sie in einen Zug stiegen, manche hatten noch einen zweiten auf Vorrat gekauft.

Also, Mario, gönne mir das bisschen Goretex-Glück. ;-)

Gerhard

PS: Ich werde nun aber nicht mehr länger den Thread von trillian zweckentfremden. Sorry!
Titel: Re: Mit 58 zum ersten Mal pilgern!?!
Beitrag von: Mario d'Abruzzo am Januar 10, 2018, 22:54:25 Nachmittag
Also, Mario, gönne mir das bisschen Goretex-Glück. ;-)

Mach ich doch.

Aber mit dem Sprudel muss ich mich outen, mein Steinsieker-Mineralwasser (http://www.steinsieker.de/produkte/steinsieker-mehrweg/) kommt per DHL aus Norddeutschland. Wegen den 620 mg Calcium pro Liter...

Mario
Titel: Re: Mit 58 zum ersten Mal pilgern!?!
Beitrag von: Mone am Januar 12, 2018, 09:45:52 Vormittag
Hallo,
meine Freunde meinen ich bin verrückt, aber mein Entschluss steht.
Ich bin 58 (mit locker 15 kg Übergewicht), mache seit fast 10 Jahren keinen Sport mehr. Bin auch noch nie mehr als 10 km gelaufen. Noch nie gewandert und erst recht habe ich noch nie eine Mehrtagestour bestritten. (so genug noch nie)

Warum ich mir das antue? Da bin ich mir nich sicher? Aus religiösen Gründen? Weiß nicht!
Weil ich mir beweisen möchte, dass ich noch nicht am Ziel angekommen bin? Das schon eher!
Vielleicht tauchen auch noch mehr Gründe auf, wenn ich unterwegs bin!

Seit mehreren Jahren spiele ich mit dem Gedanken den Jakobsweg zu gehen. Dieses Jahr werde ich es tun!!! Ich möchte im Mai/Juni den CP gehen. Flieger und Hotel - brauche glaube ich, den ersten Tag für mich mit ein bisschen Komfort - sind für den 27.05. gebucht.

Da ich nicht ganz blauäugig bin, mache ich mir natürlich einige Gedanken. Ich muss ja nicht nur meinen Rucksack, sonder auch meine Mehrkilo :( schleppen.

20-25 km Etappen traue ich mir nicht zu, daher habe ich 16 Tage reine Laufzeit geplant. Das wären dann so ca. 17 km.
Was meint ihr - ist das zu schaffen?

Würde mich über Tipps freuen. Habe natürlich auch viele Fragen.

Eure Dagmar

Hallo Dagmar,

ich finde es toll, dass Du Dich entschieden hast!! Geh DEINEN Weg in DEINEM Tempo und Du wirst ankommen!!

Alles Gute für Dich und buen Camino!!

Simone
Titel: Re: Mit 58 zum ersten Mal pilgern!?!
Beitrag von: Susanne D. am Januar 12, 2018, 17:44:21 Nachmittag
Hallo Mone

Ich kann da Simone zu hundert Prozent zustimmen. Wir sind alle einzigartig und sollten auch unser ganz eigens Tempo finden ;-).
Ich persönlich finde das mit dem vergleichen der zurückgelegten Km unnötig. Denn einer der am Tag vielleicht 12 Km zurücklegt macht sicherlich genauso seine
"wichtigen und notwendigen" Erfahrung wie einer mit 40 Km Tagespensum. Und bekanntlicher weise ist ja der Weg das Ziel.

Herzlich willkommen im Forum Mone und einen wunderschönen erstenCaminho (erfahrungsgemäß bleibt es ja nicht beim einmaligen pilgern) :-)

LG, Susanne
Titel: Re: Mit 58 zum ersten Mal pilgern!?!
Beitrag von: trillian am Januar 14, 2018, 14:12:28 Nachmittag
Hallo Mone und Susanne,
danke für die aufmunternden Worte.
Ich hoffe, dass es nicht bei einem Camino bleibt.
BC Dagmar
Titel: Re: Mit 58 zum ersten Mal pilgern!?!
Beitrag von: Klaus Gerd am Januar 14, 2018, 17:55:18 Nachmittag
Hallo Susanne, ein 89 jähriger Spanier saß gegen 13 Uhr auf der Bank vor der albergue Santiago in El Acebo und schlief. Nelly und ich bemerkten ihn als wir zu Mittag aßen. Wir holten ihn ins Haus, obwohl die albergue noch nicht geöffnet war.
Dieser 89- jährige teilte mir am kommenden Morgen mit,  dass er nach Molinaseca absteigen würde. Er würde jeden Tag 10 -12 km wandern. Aufgebrochen war er in Astorga. Er hoffe,  dass er Santiago erreichen werde.
Bewundernswert war die Gelassenheit dieses span. Pilgers. Er zog am Morgen gegen 9 Uchr als letzter weiter.
 Am Abend erfuhr ich, er sei gut angekommen, denn dieser Abstieg ist teilweise schwierig, wenn man nicht auf der Straße geht.
Solche angenehmen, gelassenen Pilger sind für jeden Hospitalero eine Freude. Bewunderswert!
Buen camino y mucha suerte!
Klaus Gerd
Titel: Re: Mit 58 zum ersten Mal pilgern!?!
Beitrag von: superfrauandrea am Januar 15, 2018, 08:04:44 Vormittag
Hallo!
auch ich würde dir bedenkenlos ZU einem Aufbruch raten.
Beim ersten Camino 2007 war ich blauäugig, bemerkte aber schon am ersten Tag, dass es wahrlich kein Spaziergang ist und zweifelte kurzfristig an meiner Entscheidung. Nachdem ich aber bei unserer ersten Rast wirklich arme Pilger - mit Blasen an den Füssen, Schmerzen im Rücken usw gesehen hatte, packte mich der Ehrgeiz und ich nahm es mir vor, es zu schaffen.

so unter dem Motto: Spaß macht es mir keinen, aber ich halte durch.

Es waren die besten Tage in meinem Leben, so toll, dass ich insgesamt 4 x am Camino unterwegs war und mich im Herbst auf ein neues Abenteuer auf dem Camino Portuges freue.

PS: gegangen bin ich mit so ca 120 - bis 125 Kilo - also mächtiges Übergewicht - jeden Tag zwischen 18 und 28 Kilometer.

viel Vorfreude und ein herzliches buen camino! lg. andrea

Titel: Re: Mit 58 zum ersten Mal pilgern!?!
Beitrag von: trillian am Januar 16, 2018, 21:17:11 Nachmittag
Hallo Andrea,
wieviel Kilo Rucksack hast du denn so mitgeschleppt?
BC Dagmar
Titel: Re: Mit 58 zum ersten Mal pilgern!?!
Beitrag von: superfrauandrea am Januar 17, 2018, 08:11:32 Vormittag
Hallo Dagmar!
Mein Rucksack war immer zwischen 7,70 und 9 Kilo - habe ich gut aussortiert zuhause und echt nur das Wichtigste mitgenommen. Habe aber auch nix vermisst.
lg. andrea
Titel: Re: Mit 58 zum ersten Mal pilgern!?!
Beitrag von: trillian am Januar 17, 2018, 16:46:08 Nachmittag
Hallo,
welchen Weg würdet ihr denn für einen ersten Camino Portugues empfehlen?

Ich schwanke zwischen - ab Vila do Conde - den Central , oder den da Costa bis Caminha, dann Tui, dann wie gewohnt.
Der da Costa scheint mir der einfachere Weg sein. Vor allem wenn man kein Konditionswunder - vor allem bergauf - ist :-)

Wie ist die Herbergsdichte auf dem Küstenweg, bzw. andere günstige Übernachtungsmöglichkeiten. Wie ist der Weg ausgeschildert?

Ich möchte zwar auch mit mir alleine sein, aber, so ab und zu mal jemandem begegnen ist auch schön. Wie ist das auf dem da Costa?

Danke für Tipps
Dagmar
Titel: Re: Mit 58 zum ersten Mal pilgern!?!
Beitrag von: Bonifatius am Januar 17, 2018, 19:09:21 Nachmittag
Hallo Dagmar,

ich glaube ich kann dir einige Sorgen nehmen. Ich bin mit 62 meinen 1. Camino von SJPdP nach Santiago gegangen und hatte auch 15 kg Übergewicht. Zudem habe ich beim Rucksack nicht gespart und brav meine 13kg mit mir herumgeschleppt.

Ich hatte keine einzige Blase und außer am 1. Tag keinen mentalen Einbruch. aeigentlich wollten wir jede Woche einen Tag Pause machen, haben wir 1 x getan, danach hat uns das Laufen gefehlt. Nach unserem Eintreffen in Santiago wußte ich, es ist etwas geschehen, ich war infiziert. 2017 bin ich 2x den Portugues an der Küste gepilgert, mit minimalem Streckenunterschied.

Ich würde dir bis Caminha den Costa empfehlen und zwar direkt an der Küste entlang, der weg ist Top ausgeschildert und die Herbergen sind super. Wenn du Empfehlungen für Herbergen möchtest, kannich dich gerne beraten!!!

Es sind genügend Pilger unterwegs und es gibt Herbergen, die solltest du nicht verpassen.

Wünsche dir einen BC, gutes Wetter und viele nette Pilger

Winfried
Titel: Re: Mit 58 zum ersten Mal pilgern!?!
Beitrag von: trillian am Januar 17, 2018, 20:02:48 Nachmittag
Hallo Winfried,
danke für die Antwort.

Ich tendiere allmählich auch immer mehr zum caminho da costa. Kommt meiner Kondition näher. Wenn ich auf den Geschmack kommen sollte, kann ich den Rest immer noch nächstes Jahr gehen. Leider lassen meine Urlaubstage nicht mehr zu.
Und wenn ich jeden Urlaub alleine verbringe, meckert mein Partner :-))

Sind auf dieser Strecke mehr Herbergen, oder überwiegend Pensionen? Wobei - so ab und zu mal ein eigenes Bad ist auch nicht zu verachten!

Lg Dagmar

Titel: Re: Mit 58 zum ersten Mal pilgern!?!
Beitrag von: Bonifatius am Januar 17, 2018, 20:40:56 Nachmittag
Hallo Dagmar,

ich kann dir als 1. Unterkunft den Orbitur Campingplatz in Angeiras empfehlen, dort ist unser Mitpilger  "Rainerbernd" aus dem hiesigen Forum in den Sommermonaten Hospitalero. Dort bekommst du eine schöne Unterkunft für 16€ mit Bad/Einzelzimmer. Sind Campingwagen mit 2-3 Zimmern.

Habe 3 x auf Orbiturplätzen übernachtet. Kann nicht klagen!!!! Habe im Mai 9 Tage bis Santiago gebraucht. Start an der Kathedrale in Porto. Im September in einer Gruppe/ 4 Personen, 12 Tage.

Es gibt eine tolle Pension, "Casa do Sardao", kurz hinter Viana do Conde. solltest du nicht verpassen. Ebenfalls die Unterkunft in Tui, "Ideas Peregrinas".

Kurz vor Caminha habe ich auf dem Orbitur Campingplatz übernachtet.

Wünsche dir einen BC
Winfried

P.s. 14 Tage reichen auch bei sehr gemächlichem gehen.
Titel: Re: Mit 58 zum ersten Mal pilgern!?!
Beitrag von: Mikado am Januar 18, 2018, 00:46:22 Vormittag
Hallo Dagmar,
ich bin im letzten Jahr mit 66 meinen ersten Pilgerweg alleine gelaufen und zwar komplett an der Küste entlang. (gestartet in Porto Ende Mai) Es gab nur einen Regentag und es war insgesamt recht warm.

Bis Vigo habe ich nur sehr wenige Pilger getroffen, was mir aber recht war. Danach wurde es sehr voll. Mein Rucksack war um die 10 kg schwer, das war für mich ok und ich habe keine einzige Blase bekommen. Ich hatte einen Stock mit, den brauchte ich ab und zu, um mich abzustützen.

Ich habe meine ersten Etappen recht kurz geplant und meine längste Distanz waren um die 26 km, das ist für mich auch genug. Ich hatte einen Regenponcho mit, habe ihn aber nicht gebraucht.

Dieses Jahr werde ich wieder gehen, mir hat es gut gefallen.

Viele Grüße
Petra

Titel: Re: Mit 58 zum ersten Mal pilgern!?!
Beitrag von: trillian am Januar 18, 2018, 19:56:52 Nachmittag
Hallo Winfried,
danke für die Übernachtungstipps. Werde ich auf jeden Fall im Auge behalten. Hört sich ja sehr gut an.

Hallo Petra,
dann hoffe ich, dass das Wetter bei mir auch so mitspielt. Die Zeit ist ja die gleiche. Ich möchte lieber mit Regenjacke und Gamaschen laufen.
14 Tage hört sich doch ganz nett an.
Alleine unterwegs sein finde ich auch ganz gut. Meine Bedenken beziehen sich mehr aufs Verlaufen. Und da ist es natürlich schön, wenn ab und zu mal jemand des Weges kommt.

Noch eine dumme Frage:
Wie sieht das eigentlich mit den Stempeln aus. Bekommt man die nur in Herbergen, oder auch in den anderen Übernachtungsmöglichkeiten.
BC Dagmar
Titel: Re: Mit 58 zum ersten Mal pilgern!?!
Beitrag von: Mikado am Januar 19, 2018, 01:06:25 Vormittag
Stempel bekommt man fast überall, Hotels, Restaurants, Post, Kirchen. Ich habe nicht in Herbergen geschlafen, sondern meist in kleinen privaten Unterkünften.

Man kann sich eigentlich nicht verlaufen, ich bin ein paar Mal falsch abgebogen und da war dann meist irgendeiner, der dann den richtigen Weg gezeigt hat.

Viele Grüße
Petra
Titel: Re: Mit 58 zum ersten Mal pilgern!?!
Beitrag von: Bonifatius am Januar 19, 2018, 13:12:56 Nachmittag
Hallo Dagmar,

bezüglich Verlaufen, ist mir mehrmals passiert. Aber nur, weil ich mit einem anderen Pilger/in in ein Gespräch vertieft war. Die Strecken sind sehr gut ausgezeichnet.

Stempel bekommst du in deiner Herberge, im Cafe, Polizei, Hotel, Pension, Geschäften und Touristeninformation. Dort solltest du vielleicht ab und zu mal vorbeischauen, man bekommt nützliche Informationen.

BC
Winfried

Titel: Re: Mit 58 zum ersten Mal pilgern!?!
Beitrag von: beemaster am Januar 20, 2018, 07:12:08 Vormittag
Wenn du ein wenig besorgt darüber bist, dass du dich verlaufen könntest, würde ich dir raten, die gpx-Tracks aufs Phone zu laden. Die Strecken sind sicher sehr gut ausgezeichnet, aber für den Fall der Fälle findet man immer wieder zurück oder vermeidet an Abzweigungen,die falsche zu nehmen.

Ich habe sie immer aufm Handy, das beruhigt einfach. Oftmals aber auch so, dass man nicht immer auf die Wegzeichen schaut und dann verläuft man sich trotzdem. Aber man verläuft sich halt genauer....
Titel: Re: Mit 58 zum ersten Mal pilgern!?!
Beitrag von: Thüringer am Januar 20, 2018, 09:03:36 Vormittag
Verlaufen gehört zum Camino, es sollte sich allerdings im Rahmen halten. Wenn es passiert ist......ist zurück gehen und den Weg suchen immer
für mich die erste Option. Ist mir nur mit Karte und Pilgerführer einige Mal passiert....
Auch in Führern ....zB Lemovicesis in Frankreich waren die Abzweigungen und Wegevarianten nicht immer so, wie beschrieben......wusste aber über Sehenswürdigkeiten und
Kultur bescheid ..:-).....oder du bist einfach unkonzentriert, mit den Gedanken oder im Gespräch wo anders. Aber deine favorisierte Strecke  ist gut markiert, da sollte es keine Probleme geben.
Habe mir ein neues Handy zulegt und hoffe mit Hilfe der Karten und Tracks die 200 - 300 Zusatz km zu reduzieren, die bei der langen Strecke angefallen und nicht gewollt sind.

Thüringer
Titel: Re: Mit 58 zum ersten Mal pilgern!?!
Beitrag von: trillian am Januar 22, 2018, 19:31:39 Nachmittag
Wenn du ein wenig besorgt darüber bist, dass du dich verlaufen könntest, würde ich dir raten, die gpx-Tracks aufs Phone zu laden. Die Strecken sind sicher sehr gut ausgezeichnet, aber für den Fall der Fälle findet man immer wieder zurück oder vermeidet an Abzweigungen,die falsche zu nehmen.

Ich habe sie immer aufm Handy, das beruhigt einfach. Oftmals aber auch so, dass man nicht immer auf die Wegzeichen schaut und dann verläuft man sich trotzdem. Aber man verläuft sich halt genauer....


Hallo beemaster,
dann werde ich mich eben mal genauer verlaufen :-))
Mein Orientierungssinn ist normalerweise sehr gut. Wenn ich dann aus Lissabon poste - umdrehen!!!!
Titel: Re: Mit 58 zum ersten Mal pilgern!?!
Beitrag von: trillian am Januar 22, 2018, 19:33:33 Nachmittag
Hallo Thüringer,
die tracks werde ich mir auch auf jeden Fall runterladen.
Im Notfall - Meer links ist immer gut!
BC Dagmar